Monat: Dezember 2017

Grüße ins neue Jahr

Grüße ins neue Jahr

In der Regel schreibe ich in der „wir“ Form –  heute möchte ich mal eine Ausnahme machen.

Ich möchte mich zum Jahreswechsel bei all den Menschen und den Unternehmen bedanken, die uns unterstützt haben, damit wir das was wir tun, auch tun können und auch weiterhin so machen können und noch viel besser machen können, als wir es bisher schon taten.

Danke – dafür das wir in der großen Welt aller Vereine beachtet wurden.

Ich möchte mich bei all den Menschen bedanken, die uns ein Lächeln geschenkt haben, unser Herz erwärmt haben und uns jedes Mal, wenn wir nach Hause kamen, daran erinnert haben, wie traurig das Leben doch oftmals sein kann und aber auch das Gefühl gegeben haben, wie schön es sein kann, mitzuerleben zu dürfen, diese Wärme zu spüren, helfen zu können.

Ich möchte mich bei all den Menschen entschuldigen, denen wir vielleicht nicht direkt helfen konnten, weil es manchmal einfach viel zu viel war, um sich um jeden einzelnen Schicksalsschlag zu kümmern. – wir arbeiten dran – versprochen!

Und ich möchte mich bei meiner und all den Familien, Freunden und Bekannten bedanken, die manchmal nichts Anderes hören, als das was wir im Verein erlebt haben.

Auch wenn das persönliche Umfeld oftmals darunter leidet, viele mit dem nicht umgehen können, wenn man mal die ein oder andere Erfahrung erzählt, weil sie einfach rausmöchte und diese Menschen sich von uns distanzieren, vielleicht auch trennen,  all den Menschen möchte ich trotzdem dafür danken, dass sie heute noch hinter uns stehen oder es versucht haben, stehen zu bleiben vielleicht aber auch nicht stehen bleiben konnten und dann doch weitergangen sind.

Und zum Schluss und mit einem weiteren Jahr, welches kurz davor steht, seine Tore zu öffnen, möchte ich Holger Brandenburg, mich bei all den Menschen bedanken, die dazu beigetragen haben, die Philosophie und die Idee von UNSICHTBAR e.V. sowie sie ins Leben gerufen wurde, nach außen zu tragen, mitzuhelfen das zu verkörpern, wofür der Verein gegründet wurde.

Den Menschen zu helfen – wie unser Schirmherr Ralf Stoffels treffend erwähnte

Hier wird nicht diskutiert, sondern direkt praktisch vor Ort in unserer Heimat agiert, ohne Fragen zu stellen, zu kritisieren oder zu verurteilen.

Hier steht der einzelne Mensch im Mittelpunkt.

Das ist UNSICHTBAR e.V.

Eine Gemeinschaft, die anderen Menschen, den Menschen, die in Not geraten sind aus welchen Gründen auch immer, eine Hand reichen und mit ihnen ein Stück ihres Weges gehen, um ihnen dabei zu helfen, wieder etwas laufen zu lernen.

Vielen Dank dafür.

Ich wünsche Euch allen und allen anderen Menschen einen ruhigen und gesunden Übergang in das neue Jahre.

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Wir verlängern Weihnachten

Wir verlängern Weihnachten

Zu Beginn ein Zitat von Regina Maus:

Fazit auch für heute:

Wir waren Monatsenderetter, Magenfüller, Freudebringer, Zuhörer, Seelenbalsam, Leuchtaugenempfänger …….

Und das als Paketboten!

Guter Job würde ich sagen!

 

Erpelpelle, Gänsehaut. Ganslhaut, Haaresträuben, Hühnerhaut oder wie man es noch so ausdrücken möchte.

Egal wie man es nennt, davon gab es heute reichlich.

Wieder ein Donnerstag, wieder eine Lieferung von HelloFresh und wieder sind die fleißigen Helfer losgezogen, um wie Regina Maus in ihrem Zitat so passend schreibt, zu Leuchtaugenempfängern zu werden.

Die heutige Lieferung ging nach Hattingen, von dort aus wurden die Pakete auf verschiedene Fahrzeuge aufgeteilt und die Fahrten in alle verschiedene Himmelsrichtungen, konnten gestartet werden.

Schon vorab, nahm Werner Koltes und viele anderen Helfer, die Pakete in der „alten Feuerwache“ in Hattingen entgegen – wofür wir uns von UNSICHTBAR e.V. an dieser Stelle wieder einmal herzlich bedanken möchten.

Ja die Monatsretter, so kurz nach Weihnachten, selbst da wo das Geld schon sehr knapp war, möchten sich Menschen, diese Tage einfach mal zurücklehnen und die heilige Zeit genießen – egal wie knapp das Geld ist und ja auch deren Kinder freuen sich über Geschenke – selbst wenn diese kleiner ausfallen als andere. Leider bleibt am Ende dann allerdings noch weniger Geld, als in anderen Monaten, um diese Zeit und dann wird es richtig eng.

Doch einigen Menschen konnten wir auch heute wieder eine kleine Freude bescheren, denn unsere Freudespender von UNSICHTBAR e.V. waren unterwegs mit HelloFresh Paketen – erst geklingelt, dann geöffnet und dann, man kann es manchmal gar nicht in Worte fassen, flossen Tränen.

Vor lauter Glück, standen viele die Helfer vor all den Menschen, die sonst kaum was haben und nicht nur Pakete wurden verteilt auch Momente verschenkt, die unvergessen bleiben, die aller Herzen zum Blühen brachten.

Doch was soll ich jetzt viel schreiben – wir haben Euch heute mal ein paar Reaktionen von Menschen aufgeschrieben, wie sie diesen Moment erlebt haben, was sie gesagt haben, wie die Helfer sich in diesen Minuten gefühlt haben, wie all das zu Gänsehaut pur geführt hat.

Bianca schreibt:

Also ich habe bis auf 2 Pakete alle weg.

Die zwei Pakete, die ich noch habe, kann ich erst heute Abend dahin bringen aber die haben sich wahnsinnig gefreut, wie kleine Kinder, es war richtig schön.

Die eine Person hat gesagt sie hatte heute noch mal Weihnachten und war zu Tränen gerührt Also – es war ganz ganz klasse wieder.

Tanja schreibt:

Jetzt nehme ich mir 10 Minuten Zeit um Euch von den für mich, schönsten Besuch von heute zu „erzählen“:

Ich kam zu dem Paar mit dem Baby und da rappelte es gerade wieder.

Grund war das man nicht wusste, wo man das Geld her nehmen soll für was zu essen an den letzten Tagen des Monats.

Als ich dann dort mit dem Paket stand, guckten mich die zwei mit großen Augen an (Sie hatten „mich“ heute völlig vergessen………), als sie das Paket öffneten wurden die Augen immer strahlender und es fehlten die Worte……..

Irgendwie fühlte ich mich wie ein rettender Engel……..

Als ich weiter fuhr kamen mir die Tränen und ich hielt an, lief ein Stück und mir wurde bewusst, dass ich in meinem Leben solche Situationen kannte…….

Im Namen aller und auch im Namen meiner Person; Danke, dass es noch Menschen gibt die nicht nur an sich denken, sondern auch an die Menschen, denen es nicht so gut geht………

Ich bin mehr als dankbar für, dass was ich habe, dass meine Kinder gesund sind und ich arbeiten kann und auch helfen kann……

In diesem Sinne:

Allen einen guten Rutsch in ein gesundes neues Jahr………..

Dann schreibt Tanja weiter:

Mir öffnet es einfach die Augen wie gut es uns geht und wie dankbar wir sein können, denen, die gesund sind, ein schönes zu Hause haben, Menschen um einen herum die einen lieben und kein Hunger leiden müssen.

Ich sehe die Welt mittlerweile wieder mit anderen Augen….

So und nun mache ich noch zwei weitere Menschen glücklich……..

Anke Baumgart schreibt, was eine Frau ihr schrieb, die sich ein Paket direkt vor Ort abgeholt hatte:

Noch einmal Weihnachten! Feine Zutaten sind liebevoll verpackt und bescheren unverhofft einen ganz besonderen Genuss! Ich freue mich schon auf die nächsten Tage – zumal jedes Rezept so üppig bemessen ist, dass es gleich für mehrere Mahlzeiten ausreicht. Ganz lieben Dank an Hello Fresh und Unsichtbar e.V.

Weiter schreibt Anke Baumgart:

Andrea freut sich besonders, dass sie in den nächsten Tagen nicht einkaufen muss! Alles drin und dran für die nächsten Mahlzeiten. Selbst an die einzelne Knoblauchzehe ist gedacht worden! Das Paket ist ein unverhoffter Luxus

 

Und auch von Jörg berichtet sie, der sagte: „Soooo lecker. Das ist ja richtig Luxus…..“

 

Regina schreibt:

Wir haben alle Päckchen wie geplant verteilt. Die übrigen habe ich heute Abend noch zu einer alleinerziehenden Mama mit 3 Kindern, einer alten Dame mit kleiner Rente und einem kranken Herrn der kaum das Haus verlassen kann, vorbeigebracht!

 

Klaus Dieter und Carmen schreiben uns:

Heute haben wir unter anderem eine Familie mit vier Kindern deren Eltern kurz vor Weihnachten beide arbeitslos geworden sind mit Hello Fresh Kisten versorgt.

Silvester kann kommen, mit leckeren Köstlichkeiten von HelloFresh.

 

Dann schreiben Sie weiter:

 

Eine andere Station war die Gartenstraße, als wir sagten, dass wir von Unsichtbar e.V. kommen, wurde das Auto umringt, und alle halfen die Kisten ins Haus zu bringen.

Ein Bewohner wollte unbedingt ein Foto mit unserem Hund. Also ist er ins Auto gestiegen, hat den Hund auf den Arm genommen und geknuddelt, und klick.

Zum Abschied wurde ich noch umarmt, gedrückt und ein Bussi gab es auch noch.

Schenken ist so schön, weil man ganz viel zurückbekommt.

 

Morgen geht es weiter, das Hospiz bekommt weitere Kisten. Die gehen an Familien, deren Kinder so krank sind, das Sie nicht mehr lange leben werden. Die Medikamente und die Pflege verschlingen eine Menge Geld. Es ist schön, dass wir diesen Familien mit den Hello Fresh Kisten, ein kleines bisschen helfen können – vielen Dank auch an UNSICHTBAR e.V., dass es zum einen diesen Verein gibt, die wunderbaren Menschen, die alle samt dort mithelfen und dazu beitragen, kleine Wunder zu bewirken.

 

Erfahrungen die bleiben, für lange lange Zeit – sie werden unvergessen sein und jedes Mal wieder, wenn man diesen Seelenbalsam auf beiden Seiten spürt, diese glänzenden Augen sieht, eine Umarmung bekommt, die von Herzen nicht schöner sein kann, in all diesen Momenten wissen wir – dass das, was wir tun – genau das Richtige ist.

 

Wir wünschen Euch allen einen zauberhaften Übergang ins neue Jahr

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Einsamer Heiligabend

Einsamer Heiligabend

Wenn andere neben dem Weihnachtsbaum sitzen und Geschenke auspacken, sitzen wir – wenn wir nicht unterwegs sind, an einem Tisch und telefonieren mit Menschen, die heute an dem Tag der Liebe, alleine zu Hause sind.

Sie rufen uns an, um einfach mal jemanden zu sprechen, der ihnen den Glauben schenkt, nicht vergessen worden zu sein, sie freuen sich einfach über dieses kleine Geschenk, welches man in diesem Fall nicht auspacken muss, sondern einfach nur anruft.

Es rufen uns Menschen an, bei denen am heutigen Tag, aus den verschiedensten Gründen, Menschen abhanden gekommen sind, sei es aus einem Streit heraus oder durch eine Trennung – gerade zu Heiligabend, nicht unbedingt Balsam für die Seele.

Wir werden angerufen von Menschen, die auf der Straße sitzen und und die uns um Auskünfte zu Unterkunftsheimen fragen aber auch, wie heute schon sehr sehr oft, nicht wie es weitergehen soll, sondern wie es bei ihnen irgendwann einmal war, als die Zeichen noch Richtung Zukunft standen und nicht in Richtung Straße.

Heute erreichten uns bisher schätzungsweise, ich habe es nicht mehr nachgezählt, um die 80 Anrufer, die Weihnachten alleine verbringen, denen eine Kerze auf dem Tisch nicht mehr reicht, die einfach nur einen einzigen Weihnachtsgruß bekommen möchten, die – die jetzt am Tag alleine sind.

Der Abend ist noch nicht vorüber und in der Zeit, in der ich nun diese Zeilen geschrieben habe, ist das Telefon bereits erneute fünf Mal gegangen und erneut war die Freude, irgendwen zu erreichen, um selbst nur eine Stimme zu hören, am Telefon ganz offen zu sehen.

Alle denen die jetzt alleine zu Hause sitzen, niemanden haben, an den sie sich wenden können, niemanden erreichen können, Menschen vermissen, sich selber langsam vergessen – all diesen Menschen möchte ich an dieser Stelle, trotz alle dem ein gesegnetes Weihnachtsfest wünschen.

Normalerweise sind unsere Berichte sehr lang und umfassend beschrieben aber manchmal gibt es für Sachen auf dieser Welt, nicht viele Worte und deshalb fällt dieser Bericht nun auch etwas kürzer aus.

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Helfen macht glücklich

Helfen macht glücklich

Hello Fresh Teil 2

Anke Baumgart berichtet hier über die Erfahrungen, die sie in Hattingen gemacht hat, während sie und die vielen Helfer, dort die zahlreichen Hello Fresh Pakete verteilt hat.

Geben macht glücklich

Besondere Momente:
Unsere erste Adresse war am Donnerstag das Obdachlosenheim, wo wir uns mit dem Bewohner Stefan verabredet haben.

Schon während unseres Telefonats freute er sich riesig, dass wir so kurz vor Weihnachten nochmal an sie gedacht hatten.

Vor Ort kamen dann auch direkt viele der Bewohner aus ihren Zimmern und ließen sich mit großen Augen erklären, wie dieses Baukastensystem von Hello Fresh funktioniert. Wir schauten in Gesichter, deren Augen sprachlos vor Glück waren. Uns hat dieser erste Termin direkt tief berührt, denn hier wurden wir – die Überbringer von Spenden – ebenfalls beschenkt.

Geben macht glücklich. Danke an die Spender!

Danach teilten wir uns in drei Teams auf und fuhren die privaten Adressen ab. Wenn Menschen uns berichten, dass sie seit ein paar Tagen nur noch Brot zu essen haben – und das kurz vor Weihnachten – und wir dann mit so herrlichen Lebensmitteln aushelfen dürfen…dann ist das: Ohne Worte… tief berührend.

Besonders oft hörten wir die Worte: dass ihr wirklich an mich/uns gedacht habt… !

Wir blickten in strahlende Augen von teilweise sehr einsamen Menschen, oder solchen die einfach tiefe Wertschätzung für dieses Stück Luxus hatten, das sie sich sonst nie leisten konnten.

Freitagmorgen überreichten wir gleich 10 Pakete an das CVJM, welches eine Weihnachtsfeier für alleinstehende Menschen anbietet, die Heiligabend nicht alleine sein sollen.

Der Verein hat sich sehr für den wunderbaren Paketesegen bedankt.

Frau Land von der Diakonie freute sich über 5 Pakete, die sie gerne an diesem Tag noch spontan an Bedürftige weitergeben würde.

Letzte Station war dann das Cafe Sprungbrett, welches zu diesem Zeitpunkt schon viele Gäste bewirtete.

Wir wurden sehr freudig begrüßt und die Pakete wurden sehr sehr gerne genommen, da hier viele Menschen aus- und eingehen, die sonst zur Tafel gehen würden.

An diesem Tag ist dies definitiv für viele nicht nötig und auch hier war das Glänzen in den Augen der Beschenkten, aber auch in denen der Ehrenamtler, die dies mit uns vom Cafe organisiert hatten sehr intensiv.

Wir freuen uns auf die kommende Woche, wo wir das Cafe wieder besuchen werden… mit frischen Kisten von Hello Fresh!

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Ein Jahr geht zur Neige….

Ein Jahr geht zur Neige….

Es fühlt sich an wie gestern und doch ist es schon wieder ein Jahr her.

Die Zeit verfliegt, wie im Flug, als hätte es gar keine Tage, Wochen oder Monate gegeben, sondern einfach nur Sekunden, die wie im Wind an uns vorbeiziehen.

Jeder dieser Momente, wird uns im Gedächtnis bleiben.

Schöne, sowie schlechte oder auch traurige Momente – Augenblicke über die wir uns gefreut haben und aber auch Augenblicke, die so manch einen Menschen in die Knie gezwungen haben, so dass das Gefühl wieder aufzustehen, extrem schwer erschien.

Menschen sind gegangen und werden auch niemals wiederkehren, Verbrechen, Terror und Momente, die einem für unfassbar schienen, wurden erlebt aber auch Momente, die schöner nicht gewesen sein könnten.

Die Welt dreht sich trotz alle dem weiter, sie lässt die Uhren weiter ticken und macht keinen Unterschied, zwischen gerade diesen Momenten, die man sich wünschen würde, dass sie stehen bleiben oder gar nicht erst geschehen wären und denen die man am liebsten festhalten möchte, so dass sie niemals vergehen.

Sie tickt weiter – lässt sich von nichts aufhalten und es gibt kein zurück.

Das Leben ist eine einzige Lernphase und wenn die Lernphase beendet ist, dann werden wir alle irgendwann einmal sterben, doch solange wir alle lernen und auch träumen, stehen wir mitten drin – im Leben.

Und dieses Leben ist einigen Menschen wohlgesonnen, sie brauchen sich keine Gedanken über das was kommt zu machen, sie leben es einfach.

Die einen haben geerbt, andere haben es sich hart erarbeitet andere hatten einfach nur Glück.

Und dann gibt es die, die jeden Tag arbeiten gehen, um sich ihre Wünsche und Träume erfüllen zu können, um ihrer Familie etwas Gutes zu tun, um sich ihre Träume erfüllen zu können, auch wenn das nicht immer möglich ist aber sie träumen.

Es gibt aber auch die, die noch immer davon träumen, irgendwann einmal wieder aufzustehen und wach zu sein und nicht die ganze Nacht überlegt zu haben, wie sie den nächsten Tag überstehen, wie sie ihre Familie ernähren oder wie der Plan für die nächste Nacht ist, vielleicht nicht zu erfrieren.

Egal ist aber was oder wer wir sind, wir alle stecken in dieser Lernphase, denn diese ist uns jedem mit auf den Weg gegeben worden, ob wir nun reich, wohlhabend oder bettelarm sind.

Wir machen vor dem anderen keinen Unterschied.

Ob alt, jung, behindert, gesund, gutaussehend, nicht gutaussehend oder oder oder

Wir sind alle und für jeden einzelnen von uns allen, etwas Besonderes.

Wir sind Menschen – Lebewesen durch die die gleiche Flüssigkeit fließt, die atmen, sich fortbewegen und Dinge wahrnehmen und existieren und dass jeder sich, auf seine eigene Art und Weise.

Und jetzt wo die Zeit wieder einmal so schnell vergangen ist und Weihnachten vor der Tür steht und nur ein paar Tage darauf, das Jahr erneut gewechselt wird und die Uhren sich von alle dem gar nichts annehmen, weil sie wie gewohnt weiter ticken.

Jetzt kommen alle langsam zur Ruhe, egal ob man arbeiten muss oder zu Hause bei der Familie verbringt, ob man alleine ist oder sich in seinen Träumen vergraben hat.

In diesem Augenblick der Ruhe und Besinnlichkeit, diesem einen Moment, in dem sich jeder Zeit dafür nimmt, nur kurz darüber nachzudenken, wie es war und wie schnell die Zeit vergangen ist – in diesem winzig kleinen Augenblick, sollten wir uns alle einmal kurz darüber im Klaren sein, dass wir auch im nächsten Jahr wieder hier sitzen und uns darüber wundern wie schnell die Zeit doch vergangen ist oder auch nicht hier sitzen werden, weil unsere Lernphase ein Ende fand.

Und gerade dieser Gedanke sollte für jeden ein Grund sein, jede Sekunde seines Lebens zu genießen, nicht lange über etwas nachzudenken, was man denn gerne machen würde, sondern es einfach zu machen, seine Träume zu verwirklichen – auch wenn sie vielleicht kleiner ausfallen, als man es sich gewünscht hätte, wir sollten alle die Augen aufmachen und denen den es besser geht, das Beste auch weiterhin wünschen und bei denen, den es schlechter geht, seine Arme ausstrecken und ihnen aufhelfen.

Manchmal genügt nur ein kleiner Schritt um wieder laufen zu lernen und manchmal reicht schon nur ein Augenblick, um Menschen Hoffnung zu schenken.

Wir von UNSICHTBAR e.V. wünschen Euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest – wünschen Euch noch eine lange Lernphase, viele Träume die in Erfüllung gehen und ein gesundes Leben, durch das ihr alle noch lange laufen dürft.
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Menschen bedanken, die es ermöglicht haben UNSICHTABR e.V. größer und stärker zu machen

Ich möchte mich bei all den Unternehmen bedanken, die unsere Arbeit zu schätzen gewusst haben und uns unterstützt haben.

Bei allen anderen, die uns unterstützt haben, in dem sie uns unterstützt haben, sei es durch finanzielle Spenden oder anderen Dingen, all denen – die uns dabei geholfen haben, die Menschen die in Not waren, sichtbar zu machen und alle denen, die mit uns gemeinsam in einem Team, all das nur möglich gemacht haben, zu helfen, wo immer und wann immer es auch nur ging.

Danke

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Es schneit Geschenke

Es schneit Geschenke

Es schneit….

Geschenke!

Erst vorgestern dachten die obdachlosen Menschen im Unterkunftsheim, in der Gartenstraße, dass sie träumen.

Der Weihnachtsmann hatte sie beschert, mit ganz vielen wunderschönen Geschenken.

Einer von ihnen schaute mich an und sagte, dass das doch gar nicht sein kann, sowas hätte er noch nie erlebt, außer damals, als er noch seine Familie hatte.

Dann senkte er seinen Kopf und sagte leise – danke, dass wir ihm ein Stück, dieser Erinnerung mit der Aktion wieder ins Gedächtnis gerufen haben.

Dann heute, der Tag der Hello Fresh Aktion.

Erst letzte Woche verteilten wir 73 Pakete, mit frischem Gemüse, Fleisch und anderen tollen und vor allem frischen und gesunden Sachen, die dazu gehörigen Rezepte sind alle im Paket enthalten und geben Schritt für Schritt an, wie man aus alle dem etwas Tolles zaubern kann.

Dann der heutige Tag – ganze drei Paletten, mit Hello Fresh Paketen, an der Zahl 120 Pakete – 700 kg Gesamtgewicht – als der Fahrer von der Spedition die Ware ausgeladen hatte, fragte:

Mein Gott wer soll das denn alles essen?

Wir antworteten:

Die Menschen, die sich zum einen sowas tolles sonst nicht leisten können, die Menschen die das Schicksal einen Strich durch die Rechnung gemacht hat und sie mit dem wenigen was sie haben, über den Monat hinwegkommen müssen.

Menschen wie wir alle, nur eben mit weniger Geld in der Tasche.

Und dann ging es weiter und dass das Ganze nicht ohne Unterstützung geht, das wurde mir bereits schon letzte Woche klar.

Also die Woche dann Vollgas – zuerst hatten wir einen Aufruf gestartet – jeder Mensch, dem es finanziell nicht gut geht, sollte sich bei uns melden und einige sind diesem Aufruf auch nachgegangen.

 

Nach dem wir dann die Pakete in verschiedene Fahrzeuge geladen hatten, verstreuten sich die Hello Fresh Pakete in alle Himmelsrichtung.

Schwelm, Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen und und und wurden von uns angefahren, damit jeder auch sein Paket bekam.

An dieser Stelle möchte ich mich bei all den Helfern bedanken, die nicht nur die ihre Zeit damit verbracht hatten, ganz vielen Menschen ein Lächeln zu schenken, sondern die, die auch fleißig mit angepackt hatten.

Vielen herzlichen Dank an

Anke Baumgart

Michael Baumgart

Claudia Peppmöller

Klaus-Dieter Leber

Carmen Beeckmann

Und an alle die, die mitgedacht haben, wie wir das Ganze logistisch überhaupt auf die Reihe bekommen, um solch einen Überraschungsboom bewirken zu können.

Natürlich geht unser Dank auch an Hello Fresh, an jeden Kunden von Hello Fresh, ohne die es gar nicht zu dieser Spendenflut gekommen wäre.

Vielen herzlichen Dank auch im Namen, aller derer – die ein Paket bekommen haben.

Und dann..

War ich heute nochmal in der Gartenstraße – immer, wenn ich auf den Hof fahre und einmal hupe, gehen die Fenster auf.

Ich schaute hinauf und sagte: Der Weihnachtsmann ist da – Teil 2

Einen kurzen Augenblick später kamen sie dann hinunter und mir wurde gesagt, dass wir wahnsinnig sind und woher wie die Kraft nehmen, all das zu machen.

Andere fanden keine Worte und schauten nur auf das riesige Paket und andere wiederum wollten eigentlich was sagen aber fanden einfach nicht die richtigen Worte.

Ich für meinen Teil bin nun zu Hause – schreibe diesen Bericht und alle anderen die immer noch Pakete verteilen, an Euch möchte ich nochmals meinen allergrößten Dank aussprechen – dass ihr diese Teamarbeit erst möglich gemacht habt.

Kurz bevor ich den Bericht gerade abschließen wollte, erreichten mich Bilder aus der Obdachlosenunterkunft Hattingen, auch hier waren unsere fleißigen Verteiler schon.

Vielen Dank an dieser Stelle auch an Regina Maus und all derer die in Hattingen geholfen haben, die Pakete zu verteilen.

Vielen Dank an Eure Hilfe, ohne die geballte Hilfe, wären wir wohl noch nächste Woche am Verteilen und all den Menschen, die nun in der Küche stehen und nach den Rezepten kochen – all denen wünschen wir einen wunderbaren Appetit.

Alle unsere Berichte, schreiben wir nicht nur gerne, wir erleben sie und stecken wirklich viel Herzblut in den ganzen Verein, doch steckt hinter dem Ganzen, noch so sehr viel mehr.

Wir haben Ausgaben, die gedeckt werden müssen, haben Visionen, mit denen wir noch viel mehr Gutes tun könnten und träumen ein bisschen, von einer vielleicht besseren Welt.

Wenn Sie uns unterstützen möchten, all das weiterhin machen zu können, dann unterstützt uns doch bitte dabei.

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Weihnachten! Oh du …..

Weihnachten! Oh du …..

Früher war alles anders, liest man hier und da und umso öfters man es liest, umso öfters wird es irgendwann mal langweilig.

Aber irgendwie ist da auch was Wahres dran, was aber auch irgendwo verständlich ist.

Meine Mutter sagt immer: Junge guck nicht in die Vergangenheit, schaue nach vorne und freu dich da drauf, was dich noch so alles erwartet.

Ja sie hat ja irgendwo auch recht aber, wenn man mal Weihnachten als Beispiel nimmt, wie es einmal war, wie es ist und wie es vielleicht mal sein wird, dann schaut man vielleicht doch besser in die Vergangenheit.

Früher:

Da war es wirklich noch so, Weihnachtsbäume wurden geschmückt und man hat sich zusammengesetzt. Die ganze Familie war da, hin und wieder ist mal jemand verschwunden, um aus den Kochtöpfen der Mutter zu naschen oder auch mal nach der Gans zu schauen, die im Ofen lag und sich auf das Festmal vorbereitete.

Viele kleine aber auch große Augen, schauten hin und wieder auf die Geschenke, doch letztendlich war es die Atmosphäre die dem ganzen an Würze gab.

Heute:

Als Weihnachtsmann verkleidet, gehe ich zu Familien, stelle mich in der Turnhalle vor zig Kinder und versuche ihnen das Weihnachten etwas zu versüßen. Bisher hat es auch geklappt, doch wenn diese Momente vorbei sind, muss auch der Weihnachtsmann mal einkaufen gehen und als ich letztes Jahr, einmal kurz meinen Bart abgenommen hatte, sprach mich eine Frau an, dass ich das nicht bringen kann – Kinder würden denken – es gäbe den Weihnachtsmann nicht mehr.

Nun gut, also blieb er dran und was soll ich sagen?

Früher war alles irgendwie anders – erst letztes Jahr noch, da schauten mich strahlende Augen an, ob alt oder jung – sie lächelten und freuten sich.

Dieses Jahr kam es mir so vor als wäre ich ein dicker in Rot gekleideter Mann, den alle für bescheuert hielten.

Das Lächeln in den Augen der Menschen hat mir sehr gefehlt, diese Freude – verschwunden.

Nun gut, wenn ich mal so über die Zeiten nachdenke wie sie sind.

Viele Menschen haben gar kein Geld, um sich überhaupt über irgendwas zu freuen, warum dann mal zu lachen, wenn der dicke rote Typ vor ihnen steht.

Diese Atmosphäre von früher, die kenne ich auch nicht mehr – mit der Zeit gehen zu viele Menschen, die diesen Moment wertvoll gemacht haben und man kann nichts zurückholen, was schon längst vergangen ist.

Sicherlich wird es Familien geben, die diesen Moment noch genießen, sich abends vor den Baum setzen und „vielleicht“ glücklich sind.

Aber für die, die es sich noch leisten können, stehen glaube ich eher die Geschenke in erster Linie, als das Ganze drum herum.

Schade irgendwie

Zukunft:

Den Weihnachtsmann wird es denke ich mal immer geben, doch wird er immer mehr und mehr an Bedeutung verlieren.

Ruhige Augenblicke zusammen, miteinander – zufrieden und glücklich – glaube ich werden der Vergangenheit angehören.

Was dann nur noch zählt ist das I-Phone, der neue TV oder überteuerte Spielsachen die unter dem Baum liegen, kurz was essen und sich dann zurückziehen.

Und die Menschen, die es sich gar nicht leisten können, die vor der Entscheidung – Essen oder Geschenke stehen, die, die draußen leben und die, die trotz Arbeit weniger haben, als viele andere zusammen, diese Menschen werden dann Heiligabend als Pflichtlektüre sehen und mit den Gedanken ganz woanders sein und zwar da, womit alles anfing.
Früher war alles anders – wie bekomme ich den nächsten Tag über die Runden, wie soll es weitergehen, was passiert als nächstes.

Das Fest der Liebe wird in Zukunft eine andere Bedeutung bekommen, nur wird es dann nicht mehr wie das Fest der Liebe behandelt werden, sondern wie ein ganz normaler Tag im Jahr auch.

 

Eigentlich schade, dann vielleicht doch in Gedanken an früher denken, dann bleibt wenigstens etwas, was vielen Menschen wenigstens ein kleines Lächeln schenkt – die Erinnerung an etwas, dass wirklich mal schön war.

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Männerübernachtungsstelle Unionstraße in Dortmund

Männerübernachtungsstelle Unionstraße in Dortmund

Heute war Kay Kuhnert, im Namen von UNSICHTBAR e.V. in der Männerübernachtungsstelle Unionstraße in Dortmund und hat mit den Bewohnern dort ein bisschen Weihnachten gefeiert.

Während die Bewohner dort bei köstlich frischem Wintertee, Kaffee und Gebäck Geschenke entgegennahmen, die wir aus dem Münsterland und aus dem Emsland bekommen haben, packten viele freudige Gesichter, diese auch schon aus.

Momentan schlafen 65 obdachlose auf 2Etagen in abtrennten 1-2 Bett Kabinen in einer ehemaligen Schule. Die Räumlichkeiten Schlaf/Küche/Aufenthaltsraum mit Kicker und Fernseher werden durch eine andere Firma geputzt. Security ist vor Ort und eine Nachtwache abends.

Danke an alle die mitgeholfen, diesen Menschen etwas Weihnachten zu schenken und unser ganz besonderes Dankeschön geht natürlich an Kay Kuhnert, der das Ganze auf die Beine gestellt hat.

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Der alte Mann und sein Alex

Der alte Mann und sein Alex

Nachdem der Schnee dann mal die Güte hatte um dem ganzen Chaos ein Ende zu setzen, sich in Wasser verwandelt hatte und in Richtung Kanalisation geflossen war, konnten wir dann unseren Weg auch wieder dahin freischaufeln, wo wir im Winter unterwegs sind – auf die Straße.

Gestern – als ich durch die Stadt ging, viel mir ein Herr auf, der sich an einer Wand anlehnte und auf einer Decke saß, neben ihm lag sein Rucksack und da drunter war scheinbar etwas versteckt.

Als ich auf ihn zuging, bewegte sich sein Rucksack plötzlich und ehrlich gesagt, es war ein bisschen unheimlich.

Der ältere Herr schaute mich an, ich lächelte ihn an und in diesem Augenblick lächelte er zurück.

Darf ich mich einen Moment dazu setzen, fragte ich und seine Augen wurden größer – hier sind doch alles Sitzbänke, warum ich mich gerade zu ihm auf den kalten und nassen Boden setzen wollte, fragte er.

Ich schaute ihn an und sagte, auf den Bänken sitzen keine Menschen, mit denen ich mich gerne unterhalten würde aber mit ihm würde ich mehr gerne unterhalten.

Der Rucksack wackelte immer noch irgendwie merkwürdig.

Na dann sagte er, setzen sie sich wenigstens auf eine Decke – er stupste den Rucksack zu Seite und machte mir Platz.

Nicht erschrecken meinte er, unter dem Rucksack liegt mein Freund, dem ist kalt.

Sein Freund unter dem Rucksack – ich schaute ihn an und sagte, ja dann setze ich mich zu Euch beiden.

Kaum saß ich, legte sich eine Fellnase auf meinen Oberschenkel und schaute von unten nach oben.

Zugegeben ich habe mich etwas erschrocken, denn das was mich da ansah, sah aus wie mein eigener Hund, der jedoch lag zu diesem Zeitpunkt zu Hause in seinem Körbchen und schlief oder auch nicht, so genau weiß man ja nicht, was zu Hause passiert, wenn man mal nicht da ist.

Er stupste mich an und sagte, das ist Alex – er habe ihn so genannt, weil er mal einen Freund gehabt hätte, der vor zwei Jahren leider auf der Straße verstorben wäre und Alex hieß.

Hallo Alex, sagte ich und merkte deutlich wie die Kälte durch beide hindurch huschte.

Ja dann stelle ich mich jetzt auch mal vor sagte ich, mein Name ist Holger und bevor wir jetzt ins Gespräch kommen, würde ich gerne nochmal kurz verschwinden und mich um ein paar Kleinigkeiten kümmern – nicht weglaufen sagte ich, ich bin gleich wieder da.

Reisende soll man nicht aufhalten, sagte der Herr.

Eine Frage hätte ich da noch, sagte ich zu ihm, verraten Sie mir ihre Schuhgröße?

Wenn sie nicht auch noch meine nicht vorhandene Kontonummer wissen möchten, na klar 45 ist die Größe, warum auch immer sie das wissen wollen.

Ich versprach ihm, in ca. 30 Minuten wieder da zu sein, ob er hier warten würde.

Ja in 30 Minuten habe er keinen Termin mehr, sagte er und schmunzelte ein wenig, er würde dort sitzen bleiben.

Ich nahm Kurs auf einen Schuhladen und danach ging ich in eine Zoohandlung und kaufte ein paar Kleinigkeiten für Alex.

Nach ungefähr 40 Minuten kam ich zurück und bekam gleich einen Spruch ab.

Pünktlichkeit ist auch nicht ihr liebstes Hobby oder?

Er schaute mich an und man merkte deutlich, dass er sich am liebsten auf die Zunge gebissen hätte und ich fing an zu lachen und sagte.

Ach die Zeit, was spielt die Zeit für eine Rolle – der Weihnachtsmann ist auch nicht immer pünktlich und zog ein paar neue Schuhe aus der Tasche, reichte ihm diese und sagte.

Ich glaube diese hier sind eindeutig besser, als die kaputten die sie tragen.

Aber…. Fing er an – kein aber sagte ich, ist es die falsche Farbe?

Er schaute mich an und sagte, selbst wenn sie grün kariert wären, er wüsste gar nicht was er sagen sollte, endlich würden seine Füße wieder warm werden.

Dann hob ich den Rucksack etwas hoch und Alex schaute mich zittern an.

Bekommt Alex jetzt auch neue Schuhe, fragte der Herr!?

Nein viel besser, sagte ich – Alex bekommt jetzt erstmal etwas was zum Anziehen und einen Beutel Leckerchen und ganz viel Fressen.

Ich überreichte ihm ein paar Dosen Hundefutter und etwas Melkfett, für die Pfoten von Alex und dann schnappte ich mir Alex, um ihn ein Art Decke über den Rücken anzuziehen.

Mein Hund hätte mich wahrscheinlich tagelang nicht mehr angeschaut aber Alex schien es zu gefallen.

Ein weiterer Griff in die Tasche und ich gab dem Herrn einen Döner, etwas zu trinken und zwei Becher mit warmen Kaffee hatte ich auch noch dabei, setzte mich wieder zu den beiden hin und sprach noch eine ganze Weile mit ihm und kraulte Alex dabei.

Weihnachten ist doch noch gar nicht, sagte er mir.

Weihnachten ist eigentlich jeden Tag, sagte ich – nur im Dezember kennt diesen Tag jeder Mensch, an allen anderen Tagen ist er für viele von ihnen unsichtbar.

Er wüsste gar nicht wie er sich bedanken sollte, er habe ja nichts.

Das Leuchten in seinen Augen und auch das strahlen in den Augen von Alex, würde mehr als genug sein.

Irgendwann als ich dann gehen wollte, gab ich dem Herrn noch eine TOM – hier sagte ich, neue Unterwäsche und wenn mal was ist, meine Nummer steht auf der Tasche.

Er schaute mich an und wünschte mir einen wunderschönen Tag, schaute auf die Tasche und sagte zu Alex.

Wir beide sind etwas Besonderes, nun haben wir die Telefonnummer vom Weihnachtsmann.

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Wenn nichts mehr geht….

Wenn nichts mehr geht….

Wer aus dem Fenster schaut, wird schnell feststellen, dass die Sonne sich verabschiedet hat und es weiß und chaotisch ist auf den Straßen.

Selbst wir lassen das Auto stehen.

Es würde vielleicht etwas gehen aber bevor uns oder dem Wagen was passiert, wäre es kontraproduktiv, denn dann könnten wir, wenn sich das Wetter wieder lichten würde, erst recht nicht helfen.

Also Zwangspause

Aber auch wenn nichts mehr geht, irgendwas geht immer und das zum Beispiel in Form dieser Zeilen.

Gerade jetzt wo die Straßen quasi dicht sind, kein Bus mehr fährt und sich nicht viel bewegt, gibt es sie immer noch – diese Menschen, die in Not geraten sind.

Aber es sind nicht nur obdachlose Menschen, vor allem jetzt gerade sind es die alten Menschen, die sich nicht so gut bewegen können, geschweige denn bei dem Wetter vor die Tür gehen, denen aber auch langsam vielleicht das Essen oder die Getränke ausgehen, die vielleicht Medikamente brauchen, sich aber nicht raus auf die Straße trauen, aus Angst davor, dass sie vielleicht stürzen oder schlimmeres.

Gerade jetzt seid all ihr gefragt.

Vielleicht wohnt ihr in einem Haus, in dem ältere Menschen wohnen.

Wenn das der Fall ist – klingelt einfach mal an – fragt ob alles in Ordnung ist, ladet sie vielleicht auf einen Kaffee zu Euch ein, sprecht mit ihnen und lasst sie nicht alleine.

Manchmal kann ein kurzes Gespräch, ein kurzes Hallo und auch nur die Frage ob alles in Ordnung ist, einem Menschen das Gefühl geben, nicht unsichtbar zu sein.

Ganz nach unserem Motto

„Sagt nicht nur – ihr seid sozial, seid es auch“

An alle die sich das hier zu Herzen nehmen und bei ihren Nachbarn anklingeln und nachschauen, ob alles in Ordnung ist, möchten wir an dieser Stelle und herzliches Dankeschön aussprechen.

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