Eine Idee die scheinbar unsichtbar bleibt aber eigentlich so sehr einfach ist.

UNICHTBAR e.V. gibt es nun sei 3 ½ Jahren, nicht nur, dass wir zu Menschen rausgehen, sie besuchen, ihnen helfen, ihnen zur Seite stehen und mit ihnen reden, auch dann, wenn andere bereits Feierabend haben und ihr Büchlein, wie helfe ich von A-Z zur Seite gelegt haben.
 
Wir helfen nicht nur bundesweit, zu fast jeder Tageszeit am Telefon und auch vor Ort, letzteres nur in unserem Kreis, dieses aber aus vollem Herzen und ein Büchlein brauchen wir auch nicht dafür, denn wir handeln im Hier und im Jetzt und fragen niemanden ob wir das, was wir in diesem Augenblick tun, auch tun dürfen – wir machen das einfach.
 
Genauso wie wir manchmal als Terrier dahingestellt werden, die Ideen haben und sich daran festnagen, weil wie wir finden, viele Ideen davon einen Sinn haben, die auch umsetzbar wären. Würde sich so manch einer nicht quer stellen und seine eigene Suppe kochen wollen, wäre vieles so sehr einfach.
 
Vor einiger Zeit, baten wir eine Stadt im Ennepe-Ruhr-Kreis darum uns ein Gebäude zur Verfügung zu stellen, damit wir dort eine Art Begegnungsstätte für arme und obdachlose Menschen aus dem gesamten EN-Kreis errichten könnten.
 
Der Plan, dort auch Zimmer anzubieten, in den obdachlose aber auch andere hilflose Menschen zur Ruhe kommen könnten, wurde uns mit dem Satz
 
„Die Stadt habe kein Geld und man würde mal schauen, was es so gäbe und was man uns zur Miete anbieten könne“ vor die Nase gerieben.
 
Danach hatte man uns ein überteuertes Lager im Keller eines Hauses angeboten.
 
Da hat wohl jemand nicht zugehört!?
Auf einen erneuten Termin warten wir nun seit ungefähr einem Jahr.
 
Ok haben wir uns gedacht, wenn diese eine Stadt dann kein Geld hat, dann erweitern wir unsere Idee und würden das Ganze sogar als Pilotprojekt ansetzen, ein Zeichen setzen, auf das andere Städte in Deutschland aufmerksam werden würden und staunen würden, was der Ennepe-Ruhr-Kreis so zusammen auf die Beine stellen kann.
 
Dachten wir jedenfalls, nun ja – sind ja immer alle so darauf bedacht, dass ihre Stadt etwas besonders ist und warum nicht den Ennepe-Ruhr-Kreis zu etwas Besonderen machen?
Natürlich gibt es viele schöne Sachen im Ennepe-Ruhr-Kreis und jede Stadt für sich hat etwas wodrauf sie besonders stolz sein kann. Ach wäre da dann doch nicht nur dieser komische Verein, der ständig auf diesem sozialen und obdachlosen Thema rumreiten würde – wie schön wäre die Welt.
 
Wir reiten gerne, besonders auf Dingen, die wir für besonders wichtig halten und deshalb dachten wir uns – warum nicht etwas Gemeinsames ins Leben rufen!?
 
Falsch gedacht, denn jeder kocht seine eigene Suppe – ein Zusammen oder ein Gemeinsam scheint es nicht zu geben.
Da sich niemand für unsere Idee interessiert hat, niemand dafür Zeit hat und sich niemand dafür verantwortlich fühlt, spielen wir nun mal wieder Terrier und erzählen sie euch.
 
Unser Gedanke:
 
Wenn eine Stadt kein Gebäude hat für unsere Idee, warum nicht dann alle Städte in ein Boot holen um mitten drin im Ennepe-Ruhr-Kreis ein gemeinsames zu erschaffen.
 
Es gibt zahlreiche alte Firmen, die leer stehen. Alte Schulen, Bahnhöfe, Bauernhöfe und und und
 
Wenn sich nun jede Stadt aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis dazu entschließen könnte, sich mit einem kleinen Betrag daran zu beteiligen, in der Mitte des Kreises ein Gebäude zu errichten, zu mieten oder auch zu kaufen, dann hätte man ein großes Problem gelöst, denn in genau dieses Gebäude, könnte man, obdachlose Menschen, mit oder ohne Tier einquartieren.
 
Die Kosten dafür erscheinen in erster Sicht extrem aber, wenn man mal die ganzen Fördergelder nimmt, die für sogenannte Sozialkaufhäuser, teilweise schlechte und sanierungsbedürftige Unterkunftsheime und und und entstehen, ist diese Idee auf lange Sicht, ein Tropfen auf dem heißen Stein, dafür.
 
Wenn das Frauenhaus, dann mal wieder voll ist oder geschlossen hat, in einen separaten Trakt, dort Frauen oder Mütter einquartieren, die sonst auf der Straße leben würden.
Ältere Menschen, die nichts mehr haben, alleine sind, mit in dieses Projekt einbringen, um sich gesehen und gebraucht zu fühlen.
 
Menschen anbieten können, sich einfach mal an einem Ort fallen lassen zu können, anderen ihre Geschichten zu erzählen, vielleicht auch handwerklich gemeinsam etwas zu schaffen, zusammen mit anderen zu entdecken, dass sie nicht unsichtbar sind, ihnen neuen Mut zu schenken, wieder auf eigenen Beinen stehen zu wollen – ist doch eine schöne Idee oder findet ihr nicht?
 
Es gibt Ärzte, die sich sofort dazu bereit erklären würden, vielleicht ein oder zweimal die Woche dort Menschen zu untersuchen – Tierärzte die definitiv ihre Hilfe anbieten würden, sowie viele andere Menschen, die das Ganze unterstützungswürdig finden würden.
 
Auch Unternehmen könnten sich beteiligen.
 
Hey liebe Unternehmer, das ist der Ort an dem ihr gewachsen seid, ohne viele dieser Menschen, würdet ihr heute nicht dastehen, wo ihr seid, wo ihr heute steht. Menschen sind keine Maschinen, Menschen sind Lebewesen, von denen es vielen nicht gut geht, die es euch danken würden, würdet ihr Eure Hilfe anbieten.
 
Jeder Verein, der heut zu Tage etwas auf die Beine stellen will, weiß wie schwer es ist dieses zu tun.
 
Man könnte Vereinen anbieten, Büroräume in diesem Objekt zu belegen, die dann vor Ort wären, um diesen dort auf Zeit lebenden Menschen zu helfen, sei es durch Suchtberatung, Familienhilfe oder wie wir es machen, als Obdachlosenhilfe und Hilfe für sozial schwache Menschen.
 
Alles vielleicht ein riesen großes Projekt, doch wenn sich niemand dafür zuständig fühlt, dann wird auch kein Anfang gemacht aber ein Anfang muss irgendwo gemacht werden, damit etwas ins Laufen gerät, um noch aktiver zu werden.
 
Vielleicht lesen das hier die Bürgermeister der einzelnen Städte ja mal und denken mal darüber nach, dass sie sich für das Wohl ihrer Bürger haben wählen lassen, auch wenn es dann für sie bedeutet, einen Teil ihrer wertvollen Zeit abzugeben, um sich mit allen anderen an einen gemeinsamen Tisch zu setzen und einfach mal darüber nachzudenken, was man tun könnte, um einen Schritt weiterzugehen.
 
Wenn möglich und es sind noch Termine frei, bitte nicht erst in einem Jahr!

Posted by Holger Brandenburg

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