TOM

Stolz, glücklich sein, sich über etwas freuen!

Das waren nur ein paar Fragmente die wir als Ausgangskriterien benutzt haben, um diese Idee umzusetzen.
Vor ungefähr einem Jahr, gingen wir über die Straßen, von verschiedenen Städten und trugen unsere Rucksäcke mit uns herum. Diese waren gefüllt mit Jacken, Hosen, Mänteln und Mützen, sowie Handschuhen etc.
Alles gebrauchte Gegenstände, die wir durch Spenden von Menschen erhielten, die sie nicht mehr brauchten, sich wünschten, dass sie bei armen und obdachlosen Menschen ankommen würden.

Doch was geschah?
Wir trafen natürlich auf obdachlose Menschen, doch in den meisten Fällen, passten die Größen nicht und man versprach mit den richtigen Größen wiederzukommen, was man dann auch am nächsten Tag tat – nur …… traf man zum größten Teil die Menschen dann nicht mehr an, die diese Kleidungsstücke dringend gebraucht hätten.

Warum man sie nicht antraf, kann viele Aspekte haben.
Obdachlose Menschen ziehen weiter, sie haben eine Schlafstätte gefunden oder wie es jedem von uns schon mal passiert ist, sie haben es einfach vergessen.

Ein anderes Beispiel:
Sie gehen durch die Stadt, kommen gerade vom Einkaufen und treffen auf einen obdachlosen Menschen und weil Ihnen der Mensch so leid tut, fragen Sie ihn, ob Sie ihm helfen können.
Als Antwort kommt, eine heiße Tasse Kaffee wäre nicht schlecht und eine Jacke, weil es dem Menschen so kalt ist.

Der Kaffee ist schnell besorgt und dann fällt Ihnen ein, dass Ihr Mann oder Ihre Frau noch eine Jacke zu Hause hat, die er eh oder sie nicht mehr anzieht. Also ab nach Hause, die Jacke ist geholt und als sie wieder dort ankommen, wo vorher der Obdachlose gesessen hat, müssen sie feststellen, dass er weg ist.

Was passiert in beiden Fällen?

Nicht nur Sie sind traurig, dass Sie dieser Person nicht helfen konnten und dass wo Sie sich so viel Mühe gegeben haben. Er ist einfach weg und wie wir fast in jedem Winter mit einem vollen Rucksack dastanden, stehen Sie mit ihrer Jacke da und sind genauso wie wir, nicht glücklich über die Situation.
Wir von UNSICHTBAR e.V. haben uns etwas einfallen lassen, was beide Seiten glücklich machen wird.

Doch bevor wir jetzt über unsere Idee sprechen, haben wir noch ein paar Fragen an Sie, die Sie einfach mal ganz für sich alleine beantworten.

  • Stellen Sie sich einmal vor (auch wenn es schwerfällt) Sie haben nichts mehr, sind dort gelandet, wo auch diese Menschen leben, auf der Straße.
  • Würden Sie eine gebrauchte Jacke anziehen, damit Sie nicht frieren müssen?
  • Würden Sie eine gebrauchte Hose anziehen, damit Sie halbwegs ordentlich aussehen?
  • Würden Sie eine Mütze oder Handschuhe anziehen, die vor Ihnen schon andere getragen haben?
  • Würden Sie gebrauchte Socken, Hemden oder Schlüpfer anziehen?

Die ersten drei Fragen beantworten 90% aller Befragten mit ja, bei der letzten Frage wurden dann die Augen größer und die Menschen kamen ins Stottern.

Wenn man sich mal durch den Kopf gehen lässt, dass es obdachlose Menschen auf der Straße gibt, die bis zu 6 Monaten, mit ein und demselben Schlüpfer rumlaufen, dann möchte man eigentlich gar nicht näher auf dieses Thema eingehen.

Wir machen es aber trotzdem!

Wir sind der Meinung diese Menschen haben in ihrem Leben, aus welchen Gründen auch immer, so sehr viel verloren und besitzen meistens nur noch das, was sie bei sich tragen.
Kleidung finden sie in Kleiderkammern, die teilweise bis unters Dach voll sind und nur da drauf warten, dass jemand vorbeikommt und sich einkleidet. Woran kaum jemand denkt, sind intime Sachen, wie Socken, Hemden oder Schlüpfer.

UNSICHTBAR e.V. ist somit hergegangen und hat mit dieser Idee an der AVU Krone teilgenommen, gereicht hat es leider nur bis zu dem 4. Platz, mit einem in unseren Augen, wirklich großartigem Projekt, trotzdem konnten wir mit dem Gewinn über Restpostenanbieter und dem beherzten Unternehmen von Jens Wilmes, der Firma Sidekick-Textildruck, aus Gevelsberg, die Gewinnsumme, komplett in dieses Projekt stecken.

Was haben wir getan?
Wir haben eine Baumwolltasche mit unserem Logo und unserer Telefonnummer, bei der oben genannten Firma drucken lassen, damit die Menschen, die diese erhalten immer einen Ansprechpartner haben, egal wo sie gerade sind.
Auf der Rückseite der Tasche ist Platz für Sponsoren, die uns bei dieser Idee auch in Zukunft unterstützen möchten.

Und in der Tasche selber, die man auch perfekt als Kopfkissen benutzen „könnte“ und auch wenn sie leer ist, als Tragetasche benutzen kann, sind nagelneue Socken, T-Shirts und Boxershorts drin, sowie eine Handcreme und Seife. Letzteres kann man aber auch austauschen, wie für den Sommer zum Beispiel, durch eine Flasche Wasser oder ähnlichem.

Der Clou an der Sache ist folgender:

Die Tasche ist zusammengerollt, sehr klein, so dass sie in jeden Rucksack, jede Tasche, jede Einkaufstasche und jeden Kofferraum passt.

Für uns heißt das in Zukunft, wir kommen mit vollen Rucksäcken und werden mit leeren Rucksäcken wieder gehen und für jeden Menschen, der solch eine Tasche bei uns gegen eine Spende seiner Wahl haben möchte, um beim nächsten Mal nicht erst nach Hause zu fahren, um dann vor einem leeren Platz zu stehen, sondern in seine Tasche greift und jemanden etwas schenkt, über das er oder sie sich von ganzen Herzen freuen wird.

Für Fragen zu unserem Projekt stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung. Unter 0176 – 34347385 oder info@unsichtbar-ev.de beantworten wir Ihnen gerne Ihre Fragen.

Sollte die Presse oder Unternehmen, Interesse daran haben über unser Projekt zu schreiben oder uns dabei zu unterstützen, weitere Taschen zu bestücken und anzuschaffen, dann gelten die gleichen Kontaktdaten, wie oben erwähnt.