Heute war einer dieser Tage

Heute war einer dieser Tage, an denen man eigentlich noch gar nicht richtig da ist. Die Gedanken hängen noch an diesem einen Tag, als der Anruf kam – und an diesem anderen Tag, an dem ich den letzten Weg mit meiner Mutti gehen durfte. Manche Erinnerungen laufen leise im Hintergrund weiter, egal wie sehr man versucht, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren.

Mein Körper fühlt sich im Moment oft so an, als würde er am liebsten einfach liegen bleiben wollen. Die Kraft ist noch nicht wieder ganz da. Aber ganz stillhalten kann ich eben auch nicht.

Um mich ein wenig abzulenken, arbeite ich gerade an zwei Projekten. Dinge, die mir helfen, die Gedanken zu sortieren. Und selbstverständlich bin ich weiterhin für UNSICHTBAR da. Das gehört zu mir und wird auch so bleiben – nur im Moment eben nicht mit voller Leistung.

Mit unserer neu gestalteten Satzung dürfen wir nun auch Menschen helfen, die nicht alleine unterwegs sind, sondern einen treuen Begleiter an ihrer Seite haben. Einen auf vier Pfoten. Das bedeutet ganz konkret: Wenn ein Tier krank wird und zum Tierarzt muss, dürfen wir uns beteiligen. Und wenn Herrchen oder Frauchen selbst kaum über die Runden kommen, dürfen wir auch beim Futter helfen – damit am Ende niemand hungrig bleiben muss, weder Mensch noch Tier.

Heute ging es um eine junge Frau und ihren Begleiter. Einen Hund, ungefähr kniehoch, mit diesen ruhigen Augen, die einen anschauen, als würden sie verstehen, wie die Welt manchmal so spielt.

Der Kühlschrank der beiden war ziemlich leer geworden. Also habe ich mich auf den Weg gemacht und ein paar Dinge besorgt. Etwas für den Kühlschrank, Futter für den Vierbeiner.

Jetzt gibt es erstmal etwas für den hohlen Zahn.

Für die nächsten Tage ist also gesorgt. Nicht für immer. Aber manchmal sind ein paar Tage schon eine ganze Menge.