Benefizkonzert der Polizei Hagen 

Heute war das Benefizkonzert der Polizei NRW Hagen .

Und während ich diese Zeilen schreibe, merke ich, wie schwer es ist, diesem Abend gerecht zu werden. Vielleicht liegt genau darin seine Kraft. Man kann ihn nicht greifen, nicht festhalten, nicht vollständig beschreiben. Man kann ihn nur fühlen. Und mitnehmen.

Dieses Benefizkonzert fühlte sich an wie ein echtes Weihnachtsmärchen. Nicht glänzend, nicht aufgesetzt, nicht laut. Sondern warm. Still. Würdevoll. Ein Abend, der nicht erklären wollte, sondern berührt hat.

In den vergangenen Tagen durfte ich gemeinsam mit dem #Polizeihauptkommissar und #Pressesprecher Tim Sendler sowie dem Ersten Polizeihauptkommissar und Leiter der Pressestelle Tino Schäfer auf Nachttour gehen. Draußen. Auf der Straße. Dort, wo unsere Arbeit stattfindet. Dort, wo sie manchmal schwer ist. Dort, wo sie leise geschieht und dennoch unaussprechlich viel erzählt. Getragen von Respekt, Vertrauen und echtem Miteinander. Beide konnten sich dort ein eigenes Bild von unserer Arbeit machen – nicht aus Erzählungen heraus, sondern dort, wo man fühlt, was Worte allein nie erklären können.

Auf dem Benefizkonzert der Polizei Hagen sagte Tino Schäfer, dass das Erlebte auf der Straße für ihn bleiben wird.

Für mich bleibt dieser Abend.

Die Rede der Polizeipräsidentin Ursula Tomahogh war ein wichtiger Teil dieses Abends. Sie sprach über die Zusammenarbeit mit UNSICHTBAR e. V., über gemeinsame Wege und über Verantwortung. Ihre Worte hatten Gewicht durch das, was sie benannt hat. Es ging nicht um Abläufe oder Zuständigkeiten, sondern um Menschen.

Die Atmosphäre im Saal war etwas Besonderes. Rund 500 Stühle standen bereit, und ich glaube, keiner davon blieb leer. Es war dicht. Warm. Verbunden. Und ich war überwältigt. Müde. Dankbar. Und ja – ich hatte Angst. Zum ersten Mal richtig. Angst, bei der Vorstellung von UNSICHTBAR e. V. zu versagen. Angst, diesem Raum, diesen Menschen, diesem Moment nicht gerecht zu werden.

Und genau in diesen Momenten war Ramona Arnhold, Regierungsbeschäftigte und Pressesprecherin, plötzlich da. Immer wieder. Still. Unaufdringlich. Wie ein Engel, der auftaucht, wenn man selbst kurz den Boden unter den Füßen verliert. Ein Blick. Ein leises Wort. Eine Präsenz. Mehr brauchte es nicht.
Danke für diesen wichtigen Engel. Von Herzen.

Und dann geschah das, was man nicht machen kann, sondern nur zulassen: Die Worte fanden ihren Weg. Die Menschen hörten zu. Wirklich zu.

Manchmal reicht es einfach zu reden. Den Rest erledigt das Herz.

Musikalisch wurde dieses Benefizkonzert getragen von der Jazz-Rock-Pop-Band des Landespolizeiorchesters, dem Kinderchor Hagen, den Sängerinnen Laura Riße und Ciara Ehren sowie dem Sänger Oliver Schmitt. Es war Musik, die nicht nur gehört, sondern gespürt wurde. Ich war so tief darin, dass ich zeitweise völlig weg war – als hätte der Abend mich für einen Moment aus allem herausgenommen.

Danke.
Danke fürs Sichtbarmachen.
Danke für jede Spende.
Danke für jedes stille Mitfühlen.

Und von Herzen danke an die Polizeifamilie Hagen, die UNSICHTBAR e. V. so selbstverständlich aufgenommen hat. Das ist Vertrauen. Und das trägt.
Und dann meldeten sich die Folgen des 27.10. Mein Körper setzte Grenzen. Ich musste gehen, obwohl ich gerne geblieben wäre. Still werden. Durchatmen. Zur Ruhe kommen.

Aber das, was dieser Abend gegeben hat, nehme ich mit.
Und wenn Hilfe gebraucht wird, sind wir da.
So wie immer.
Danke an alle, die diesen Abend möglich gemacht haben.
Danke für das Gefühl, nicht alleine zu gehen.