FESH – Der Vortrag

Heute ging es für mich zur FESH nach Hagen.

Und ich sag mal so:
Die Nacht war mal wieder deutlich kürzer als die Liste der Fragen, die mich dort erwartet hat. 😅

Dementsprechend stand ich heute Morgen irgendwo zwischen „voll konzentriert“ und „wenn jetzt noch jemand fragt, welcher Wochentag ist, muss ich schätzen“.

Aber genau solche Tage machen tatsächlich Spaß.

Denn Vorträge an Grundschulen sind komplett anders.

Nicht, weil das Thema Obdachlosigkeit dort leichter wäre.
Sondern weil Kinder noch eine Art haben zuzuhören, die vielen Erwachsenen längst verloren gegangen ist.

Direkt.
Ehrlich.
Ohne Schauspiel.

Über die Jahre habe ich eine Art entwickelt, wie ich mit Kindern über Themen wie Obdachlosigkeit, Armut und Helfen sprechen kann, ohne ihnen Angst zu machen oder sie mit schweren Bildern zu überrollen.

Und manchmal entstehen dabei Situationen, bei denen man einfach schmunzeln muss.

Zum Beispiel meldete sich heute ein kleiner Junge und sagte völlig ernst:
„Mein Papa sucht Arbeit. Wenn ihr noch Mitarbeiter braucht, könnt ihr ihm vielleicht helfen?“

Und da sitzt du dann vorne, redest eigentlich über Obdachlosigkeit und Hilfe…
und plötzlich versucht ein kleiner Mensch ganz nebenbei seinem Papa einen Job zu organisieren. 😄

Ich erklärte ihm dann, dass UNSICHTBAR e.V. ein Ehrenamt ist und wir leider keine Gehälter zahlen können.

Seine Antwort kam sofort:
„Ist egal. Dann soll er trotzdem helfen kommen.“

Und ganz ehrlich?
In solchen Momenten merkt man manchmal, wie einfach Menschlichkeit eigentlich sein könnte.

Oder die Fragen zwischendurch:
„Wo duschen obdachlose Menschen?“
„Was passiert, wenn jemand krank wird?“
„Haben obdachlose Menschen eigentlich Geburtstage?“

Und plötzlich sitzt da ein kompletter Klassenraum und hört einfach nur zu.

Nicht weil irgendjemand muss.
Sondern weil Kinder verstehen wollen.

Besonders schön war später noch ein anderer kleiner Augenblick.

Nachdem ich viele Frieselbücher verteilt hatte, stand plötzlich ein kleiner Junge vor mir, bedankte sich ganz herzlich für sein Buch und hielt es fest, als hätte man ihm gerade einen kleinen Schatz gegeben.

Und genau DAS bleibt hängen.

Nicht die Müdigkeit.
Nicht die kurze Nacht.
Nicht die Tatsache, dass ich morgens vermutlich aussah wie jemand, der versehentlich rückwärts aus dem Bett gefallen ist.

Sondern diese ehrlichen kleinen Momente, die zeigen, wie viel Wärme und Herzlichkeit in Kindern steckt. 🖤

Und ja…
wir haben tatsächlich noch ein paar Vortragstermine frei.
Nicht mehr viele – aber ein paar gibt es noch.

Wenn ihr also möchtet, dass wir mit Ehrlichkeit, einer Portion Humor, Freundlichkeit und vor allem ohne erhobenen Zeigefinger auch zu euren Kindern, Jugendlichen oder Mitarbeitern kommen, dann meldet euch gerne bei uns.

Dabei ist völlig egal, ob Grundschule, weiterführende Schule, Erwachsenenbildung oder Mitarbeiterschulung.

Fragt einfach nach, welche verschiedenen Vortragssysteme und Möglichkeiten wir mittlerweile anbieten. 🙂

In diesem Sinne wünsche ich euch allen schöne Pfingsttage. 🖤