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Wenn die Natur – Fragen beantwortet

Wenn die Natur – Fragen beantwortet


Alter Verwalter,

habt ihr das vorhin miterlebt?
Diesen krassen Blitz, diesen Donner, teilweise so laute Knallereien, dass man denkt, vor der Tür steht jemand mit einer Panzerfaust und hällt einfach mal drauf?

Ok es gibt die, denen das am Allerwertesten vorbeigeht aber die gibt es ja überall.

Aber die, die sich erschrecken, wenn es donnert, wenn die Nacht zum Tag wird, durch grelle Blitze, die – die in diesen Augenblicken zusammen zucken, genau die wissen was ich meine.

Und jetzt?

Jetzt seid froh das euch Mauern schützen!

Obdachlose Menschen sind all dem gnadenlos ausgesetzt.

Wir werden oft gefragt, wie es obdachlosen Menschen denn auf der Strasse geht, wie sie sich fühlen, was sie empfinden?

Beantworten ist nicht einfach. Mitfühlen schon eher.

Das Unwetter hat diese Frage nun beantwort!

Eine Antwort in Form, eurer eigenen Angst, eurer Furcht, dass hoffentlich nichts passiert, eurem Gespür dafür, dass so etwas fürchterlich gruselig ist.

IHR FRAGT EUCH WIE ES OBDACHLOSEN GEHT?

Genau so, wie euch wenn ihr Angst habt, wenn ihr traurig seid, wenn ihr euch fürchtet, wie es ist in schlimmen Momenten alleine sein zu müssen.

Nur noch viel schlimmer.

EINE ANTWORT DIE EUCH DIE NATUR AUF EURE FRAGE GEGEBEN HAT.

Und wenn ihr das hier nun anderen Menschen weitergeben möchtet, wenn ihr ihnen eine Antwort, auf ihr Frage geben wollt, dann sensibilisiert mit uns zusammen dieses Thema, macht Obdachlosigkeit sichtbar UND spürbar und erzählt anderen von diesem Beitrag.

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Und darüber hinaus…

Und darüber hinaus…

Wir helfen wo wir können, wir gehen über das Machbare hinaus, wir opfern und geben manchmal so viel, dass man uns schon als bekloppt einstufen könnte aber was wir immer wieder sagen ist:

Wir können obdachlosen Menschen keine Unterkunft zur Verfügung stellen, weil wir einfach nicht die Möglichkeiten dafür haben.

So gerne wie wir es machen würden, so laut es in uns brüllt, Menschen aus ihrem Elend zu befreien und ehrlich gesagt, umso öfters wir anfangen zu beten, dass sich etwas ändert, umso betrübter sind wir dann, wenn wir in manchen Dingen einfach machtlos zusehen müssen, dass wir an Grenzen stossen.

Vor kurzem haben wir von einer obdachlosen Dame berichtet, die für ein paar Tage Obhut, in einer zentralen Aufnahmestelle fand, jedoch nun wieder die Stadt verlassen müsste, weil sie nicht hier gemeldet ist und wer in einer Stadt in der sich diese Person aufhält, nicht auch dort gemeldet ist, bekommt auch nicht die Möglichkeit auf eine Unterbringungsmöglichkeit.

Der Fall dieser Frau ist aber etwas komplizierter.
Aus irgendwelchen Gründen auch immer weigert sie sich vehement davor zurück in ihre Stadt zu gehen, in der sie gemeldet ist.

Warum?
Wir kommen in keinster Weise an dieses Geheimnis dran, was letztendlich aber auch egal ist.

Wichtig ist, dass die Person nicht auf der Straße schlafen kann/darf.

Vielleicht ließt es sich jetzt etwas krass aber bei einer männlichen Person würden wir uns jetzt erst einmal nicht so viel Gedanken machen, da sieht das Körperliche ganz anders aus, denn sollte es hier in irgendeiner Weise zu irgendwelchen Übergriffen kommen, ist das Kräftemassen anders, als wie es das einer Frau ist. (Anmerkung an die Frauenwelt: Wir wollen nicht damit sagen, dass sich Frauen nicht währen können, sicherlich gibt es Frauen, die sich währen können, also bitte nicht falsch verstehen)

Nachdem wir sie dann heute aus den Augen verloren hatten, machten wir uns auf die Suche. Wir wehren wir ja nicht UNSICHTBAR e.V. wenn wir nicht so ein bisschen die Art und Weise eines Terriers hätten einfach so aufgeben würden.

Somit begann dann eine Suche um unsere Stadt herum, bis zu dem Ort, an dem wir sie dann gefunden hatten.

Was sie denn bis heute Abend gemacht habe?
Durch die Gegend gelaufen, sei sie.

Was sie machen wolle?
Sie habe keine Ahnung, nur nicht zurück in ihren Wohnort.

Ok, jetzt musste eine Lösung her.

Wie wir bereits in einem anderen Post geschrieben haben, suchen wir für diese Person, für ein paar Tage einen Ort, an dem sie runterkommen kann, doch was unser schlimmster Feind ist, ist die Uhrzeit, denn wir suchen für solche Fälle dann immer eine Unterkunft, wenn die Uhr in die Richtung geht, in der schon immer alle schlafen.

Warum die Überschrift „Und darüber hinaus“?

Weil wir irgendwie ein viel zu großes Herz haben und es absolut nicht verantworten konnten, diese Person auf der Straße zu lassen, haben wir ihr für eine Nacht bei einem weibichen Vereinsmitglied eine Schlafmögichkeit gefunden, dieses können wir aber auch nur für eine Nacht anbieten, da ab morgen die Wohnung des Vereinsmitglied, von der Familie besucht wird und sie dann dort nicht mehr bleiben kann.

Wie soll es weitergehen?
Wir haben keinen blassen Schimmer, auch deshalb nicht, weil wir keine Informationen bekommen.

Da scheint etwas sehr im Argen zu sein, nur was – dass wissen wir nicht.

Die Person ist aber dennoch sehr ruhig, gepflegt und macht einen fitten Eindruck und jetzt hier nochmal die Frage an Euch – wer hätte die Möglichkeit, diese Person für ein paar Tage aufzunehmen?

Morgen werden wir es bei einer uns bekannten Adresse versuchen, die uns eine Lösung für solche Fälle schon mal angeboten hat, nur ob das funktionieren wird, wissen wir nicht und es wäre sehr beruhigend, sie für eine Zeit in Sicherheit zu wissen.

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Egal wann, wir halten unser Versprechen

Egal wann, wir halten unser Versprechen

Sonntag – wir hatten 01:30 Uhr und das Bett rief nach uns.
Als wir dem Schrei nach der Bettdecke gerade folgen wollten, klingelte das Telefon.
 
Eine leicht angesäuselte Stimme am anderen Ende der Leitung, berichtete uns in einer nur schwer verstehbaren Sprache, dass er gerade auf dem Weg nach Hause austreten wollte und im Gebüsch eine Person schlafen gesehen hat.
 
Nachdem wir uns nochmal erkundigt hatten, weil wir konnten die Person wirklich nur schwer verstehen, wurde uns gesagt.
 
Hier mal für euch übersetzt
 
„Entschuldigen sie bitte aber ich komme gerade von einer Party, habe definitiv zu viel getrunken und wollte jetzt wie auch immer, einfach nur nach Hause und als meine Blase sich gemeldet hatte, wollte ich die öffentliche Toilette benutzen und sah diesen Mann dort liegen.
 
Siri hat mich aber glücklicherweise verstanden, als er nach einer Obdachlosenhilfe gesucht habe, ob wir da mal schauen könnten?“
 
Natürlich – also wieder anziehen, kurz noch Claudia aus dem Bett geklingelt und schon ging es los.
 
Nach ca. 15 Minuten waren wir dann vor Ort aber weit und breit keine Person, also rief ich diese Person nochmal an und er wäre wohl schon nach Hause getaumelt aber konnte uns beschreiben, wo er die Person gesehen habe, wo wir ihn dann auch fanden.
 
Nachdem wir uns ihm langsam näherten und auch gleichzeitig sagten, dass wir ihm helfen möchten, stand er dann auch auf und kam auf uns zu.
 
Seid ihr irre fragte er, guckt mal auf die Uhr und im gleichen Atemzug fragte er nach einer Zigarette.
 
Nach dem ersten Zug, murmelte er sich in seinen Rauschebart: „Endlich was Warmes“
 
Er erzählte uns das er auf der Durchreise wäre, wohin er wollte, sagte er uns aber nicht.
 
Normalerweise sei er komplett ausgestattet aber man habe ihn beklaut und irgendwann kam die Müdigkeit und er habe sich ins Gebüsch gelegt, um etwas zu schlafen.
 
Leider konnten wir ihm keinen Kaffee oder eine warme Suppe anbieten aber wir schenkten ihm einen Rucksack, ein Zelt, ein paar Decken und einen Schlafsack und natürlich unseren TOM.
 
Ihr seid doch irre, ich habe es gewusst – danach sagte er eine Weile nichts und fing an sein Zelt aufzubauen, als er fertig war und sich noch eine mit uns geraucht hatte, nahm er uns in den Arm und bedankte sich sehr herzlich bei uns.
 
Er würde morgen weiterziehen und uns in seine Gebete mit einbeziehen, ihm viele bei so viel Gutherzigkeit nicht mehr viel ein und er wüsste nicht so wirklich was er nun noch sagen soll.
 
Wir fragten ihn, ob wir nach einer offenen Tankstelle Ausschau halten sollten, um ihm einen Kaffee zu bringen oder vielleicht was zu essen!?
 
Wodrauf hin er sagte, dass er das nicht annehmen möchte, weil er es nicht könnte, Menschen wie uns würde er nicht jeden Tag kennenlernen und dass was wir in den letzten 10 Minuten für ihn getan hätten, wäre mehr als reichlich gewesen.
 
Als ich ihm zum Abschied, die Hand schüttelte – legte ich im noch zehn Euro in die Hand und sagte ihm, dass er sich davon morgen wenigstens eine Kleinigkeit kaufen solle.
 
Ihr seid irre, irre herzlich – dann kam noch:
Herzlicher Dank, für die Wärme, die ihr mir geschenkt habt.
 
Und wir fuhren nach Hause!
 
********************************************************
 
Sowas geht unter die Haut, mittlerweile sind wir wieder zu Hause und gehen dann jetzt auch mal ins Bett – es sei denn – das Telefon klingelt……
 
Wir wünschen der Person, die uns gerufen hat, um diesen Menschen zu helfen, einen nicht zu krassen Kater und herzlichen Dank dafür, dass er diesen Menschen gesehen hat.
Vielen herzlichen Dank dafür!
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Ein ganz normaler Abend –also eigentlich aber eigentlich auch nicht!

Ein ganz normaler Abend –also eigentlich aber eigentlich auch nicht!

Wie so oft können wir nicht überall sein und so war es dann auch wieder.

Nachdem ich am frühen Abend bei einem älteren Herrn in Breckerfeld war, um ihm ein wenig Gesellschaft zu leisen, die er schon seit Jahren nicht mehr hatte, weil er sich einfach zurückgezogen hatte.

Ein Nachbar legte ihm unseren Flyer vor die Tür und er rief an und fragte uns, ob wir nicht mal zehn Minuten Zeit hätten, vielleicht auf einen Kaffee vorbeikommen möchten, vielleicht einfach mal ein bisschen plaudern wollen?

Natürlich wollen wir das und machen das immer wieder gerne.

Aus einem Kaffee wurden dann drei und ein Gespräch weit über eine Stunde hinaus.

Irgendwann erreichte mich dann ein Anruf von einer Frau aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, die unsere Seite und unsere Arbeit verfolgt.

Sie habe eine obdachlose Frau getroffen und wüsste jetzt nicht, was sie tun sollte.

Also rief ich meine Vereinskollegin an und bat sie darum, dort einmal vorbeizuschauen, bis ich dann auch vor Ort wäre.

Ich plauderte noch zehn Minuten mit dem alten Herrn und sagte ihm, dass ich in den nächsten Tagen wiederkommen würde und das er wenn er möchte, mir noch ganz viele Geschichten erzählen könnte, die ich sehr interessant finden würde.

Ein Mann mit 76 Jahren stand in dem Augenblick vor mir, nahm mich in den Arm und bedankte sich mit einer verweinten Stimme.

Vielen Dank, dass es Menschen wie sie gibt und vielen Dank das ich spüre, dass sie das nicht einfach nur so machen, sondern sich auch wirklich für mich und meine Geschichten, die ich schon so sehr lange niemanden mehr erzählen konnte, interessieren.

Danach machte mich auf und war nach einer Weile bei der obdachlosen Dame angekommen. Die Anruferin und meine Vereinskollegin standen mit ihr auf der Straße und warteten schon.

Die obdachlose Dame war für das Wetter definitiv falsch gekleidet und noch eine Nacht auf der Straße und man konnte nur erahnen, was passieren würde.

Also musste eine Lösung her.

Anrufe in Frauenhäusern, blieben erfolglos, da dort niemand ans Telefon ging und am Abend eine Unterkunft zu finden, ist schier unmöglich.

Dann ein Anruf bei der Polizei, die eine Notunterkunft für solche Fälle anbietet und der wirklich nette Beamte versprach mich zurückzurufen, was er auch tat und mir das ok gab, dass die Dame – die heutige Nacht dort verbringen könne.

Auftrag erfüllt, könnte man meinen aber was nun aus der Dame wird, werden wir erfahren oder vielleicht auch nicht.

Bevor ich sie in die Unterkunft gebracht hatte, kaufte ich ihr noch etwas zu trinken, kaufte ihr Guthaben für ihr Handy, damit – wenn was ist – sie anrufen kann und alles andere wird sich finden.

Leider ist das nicht der erste Fall in dieser Art – immer wieder werden wir nicht nur auf männliche obdachlose Personen aufmerksam gemacht, sondern auch auf weibliche Personen, bei denen der Hintergrund ihrer Situation oftmals drastige Ausgangssituationen hatte.

Wir stehen immer vor dem gleichen Problem, wohin mit diesen Personen – da es keine Unterkunftsmöglichkeit für die Menschen in unserem Kreis gibt oder keine die um diese Uhrzeit erreichbar sind und ganz besonders keine für Frauen, stehen wir immer vor einem sagenhaften Problem.

Bisher haben wir immer eine Lösung gefunden, die Frage ist nur wie lange dieses noch der Fall ist.

Wo wir wieder bei einem Beitrag aus der Vergangenheit sind.

Es muss sich unbedingt etwas tun – Städte werdet wach!

 

Ach ja – vielen Dank an den älteren Herrn, der Verständnis dafür hatte, dass wir weiter mussten und auch vielen herzlichen Dank an die Dame, die uns auf die obdachlose Person aufmerksam gemacht hat und darüber hinaus, herzlichen Dank an die Polizeibeamten, die uns und der obdachlosen Dame geholfen haben.

DANKE

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Ein weiterer Versuch….

Ein weiterer Versuch….

Wir möchten Euch mal an der Arbeit teilhaben lassen, die so im Hintergrund bei uns geschieht.

Nachdem wir immer noch auf der Suche nach Spenden für unser hoffentlich zukünftiges Busprojekt sind aber auch immer wieder auf Granit beißen, wenn wir genau das ansprechen, werden wir in den nächsten Tagen erneut ein Versuch wagen und unsere Inforbroschüren an Unternehmen versenden, die „vielleicht“ aus dem dazugelegten Anschreiben, die Notwendigkeit mit uns teilen, ein solches Fahrzeug anzuschaffen.

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Sehr geehrte Damen und Herren,

die aktuell allgegenwärtige Diskussion um den Armutsbegriff in den Medien zeigt derzeit klar auf, dass es auch in unserer Region viele Menschen gibt, die trotz aller durch die sozialen Raster fallen. Egal ob obdachlose, arme oder erwerbsschwache Menschen, sie alle haben häufig eines gemeinsam: Sie werden von der Gesellschaft nicht wahrgenommen, werden und sind unsichtbar.

Wir von UNSICHTBAR e.V. bemühen uns seit inzwischen dreieinhalb Jahren im Ennepe-Ruhr-Kreis nicht nur darum, auf jene Menschen aufmerksam zu machen, sondern ihnen auch konkrete Hilfe anzubieten.

Wussten Sie beispielsweise, dass es im EN-Kreis keinen Kältebus gibt, welcher über eine Notfallnummer verständigt werden kann?

Wir als Verein wollen dies ändern und planen die Anschaffung eines Großraum PKWs (VW Bus, Opel Vivaro oder Ford Tourneo), den wir nicht nur in den Wintermonaten als Kältefahrzeug nutzen möchten, um Obdachlosen bei frostigen Temperaturen einen Ort zum Aufwärmen und ein heißes Getränk anbieten zu können, sondern ganzjährig im Sinne eines „Sozialbusses“ einsetzen wollen.

Vom Umzug über den Großeinkauf bis hin zu einem Tagesausflug – gerade finanzschwache Familien haben häufig das Problem, dass ihnen kein ausreichend großes Fahrzeug zur Verfügung steht, um solche Projekte in Angriff nehmen zu können.

Doch es geht uns nicht nur darum, in rein praktischen und dringlichen Situationen helfen zu können, sondern auch jene kleinen Erlebnisse schaffen zu können, die jemanden für einen Moment einfach glücklich machen können.

Für Viele ist es beispielsweise heute eine Selbstverständlichkeit, dass man am Wochenende seine Kinder ins Auto setzen und in den Zoo fahren kann. Wir jedoch möchten jenen helfen, für die diese Option unerreichbar scheint. Denn gerade solche vermeintlichen Kleinigkeiten sind es, die besonders bei großen Familien oder jenen, die jeden Cent zwei Mal umdrehen müssen, zwangsläufig auf der Strecke bleiben müssen, obwohl sie für Kinderseelen so wichtig und unbezahlbar sind.

Das Fahrzeug, das wir anschaffen möchten, soll nicht nur sicher und zuverlässig Menschen von A nach B transportieren, sondern muss auch zumindest so jung sein, dass wir nicht an Umweltzonen scheitern oder durch Abgasnormen und eventuelle Fahrverbote ausgebremst werden. Unser Ziel ist es im Sinne von Nächstenliebe und sozialer Verantwortung da zu helfen, wo wir gebraucht werden und dabei nicht von verkehrsrechtlichen Verordnungen ausgebremst zu werden.

Doch leider haben gute Absichten und fromme Wünsche allein noch nie eine Rechnung bezahlt. Und deswegen wenden wir uns heute an Sie und ihr Unternehmen, um Sie um Ihre Unterstützung zu bitten.

Wir haben uns zuvor bereits mehrfach an anderer Stelle um Unterstützung und Förderung bemüht, haben aber bisher immer wieder Absagen hinnehmen müssen, da wir als Verein zu klein oder nicht auf spezifische Art und Weise ausgerichtet sind. Denn wir möchten nicht nur für eine bestimmte, eng gefasste Gruppe da sein, sondern da helfen, wo wir gebraucht werden. Für große Stiftungen oder staatliche Programme sind wir, ganz so wie jene, für die wir uns einsetzen, unsichtbar.

Darum würde es uns außerordentlich freuen, wenn Sie dazu bereit wären, uns in dieser Sache in Form einer Spende zu unterstützen, damit wir bald noch mehr Menschen helfen können.

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Eine Idee die scheinbar unsichtbar bleibt aber eigentlich so sehr einfach ist.

Eine Idee die scheinbar unsichtbar bleibt aber eigentlich so sehr einfach ist.

UNICHTBAR e.V. gibt es nun sei 3 ½ Jahren, nicht nur, dass wir zu Menschen rausgehen, sie besuchen, ihnen helfen, ihnen zur Seite stehen und mit ihnen reden, auch dann, wenn andere bereits Feierabend haben und ihr Büchlein, wie helfe ich von A-Z zur Seite gelegt haben.
 
Wir helfen nicht nur bundesweit, zu fast jeder Tageszeit am Telefon und auch vor Ort, letzteres nur in unserem Kreis, dieses aber aus vollem Herzen und ein Büchlein brauchen wir auch nicht dafür, denn wir handeln im Hier und im Jetzt und fragen niemanden ob wir das, was wir in diesem Augenblick tun, auch tun dürfen – wir machen das einfach.
 
Genauso wie wir manchmal als Terrier dahingestellt werden, die Ideen haben und sich daran festnagen, weil wie wir finden, viele Ideen davon einen Sinn haben, die auch umsetzbar wären. Würde sich so manch einer nicht quer stellen und seine eigene Suppe kochen wollen, wäre vieles so sehr einfach.
 
Vor einiger Zeit, baten wir eine Stadt im Ennepe-Ruhr-Kreis darum uns ein Gebäude zur Verfügung zu stellen, damit wir dort eine Art Begegnungsstätte für arme und obdachlose Menschen aus dem gesamten EN-Kreis errichten könnten.
 
Der Plan, dort auch Zimmer anzubieten, in den obdachlose aber auch andere hilflose Menschen zur Ruhe kommen könnten, wurde uns mit dem Satz
 
„Die Stadt habe kein Geld und man würde mal schauen, was es so gäbe und was man uns zur Miete anbieten könne“ vor die Nase gerieben.
 
Danach hatte man uns ein überteuertes Lager im Keller eines Hauses angeboten.
 
Da hat wohl jemand nicht zugehört!?
Auf einen erneuten Termin warten wir nun seit ungefähr einem Jahr.
 
Ok haben wir uns gedacht, wenn diese eine Stadt dann kein Geld hat, dann erweitern wir unsere Idee und würden das Ganze sogar als Pilotprojekt ansetzen, ein Zeichen setzen, auf das andere Städte in Deutschland aufmerksam werden würden und staunen würden, was der Ennepe-Ruhr-Kreis so zusammen auf die Beine stellen kann.
 
Dachten wir jedenfalls, nun ja – sind ja immer alle so darauf bedacht, dass ihre Stadt etwas besonders ist und warum nicht den Ennepe-Ruhr-Kreis zu etwas Besonderen machen?
Natürlich gibt es viele schöne Sachen im Ennepe-Ruhr-Kreis und jede Stadt für sich hat etwas wodrauf sie besonders stolz sein kann. Ach wäre da dann doch nicht nur dieser komische Verein, der ständig auf diesem sozialen und obdachlosen Thema rumreiten würde – wie schön wäre die Welt.
 
Wir reiten gerne, besonders auf Dingen, die wir für besonders wichtig halten und deshalb dachten wir uns – warum nicht etwas Gemeinsames ins Leben rufen!?
 
Falsch gedacht, denn jeder kocht seine eigene Suppe – ein Zusammen oder ein Gemeinsam scheint es nicht zu geben.
Da sich niemand für unsere Idee interessiert hat, niemand dafür Zeit hat und sich niemand dafür verantwortlich fühlt, spielen wir nun mal wieder Terrier und erzählen sie euch.
 
Unser Gedanke:
 
Wenn eine Stadt kein Gebäude hat für unsere Idee, warum nicht dann alle Städte in ein Boot holen um mitten drin im Ennepe-Ruhr-Kreis ein gemeinsames zu erschaffen.
 
Es gibt zahlreiche alte Firmen, die leer stehen. Alte Schulen, Bahnhöfe, Bauernhöfe und und und
 
Wenn sich nun jede Stadt aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis dazu entschließen könnte, sich mit einem kleinen Betrag daran zu beteiligen, in der Mitte des Kreises ein Gebäude zu errichten, zu mieten oder auch zu kaufen, dann hätte man ein großes Problem gelöst, denn in genau dieses Gebäude, könnte man, obdachlose Menschen, mit oder ohne Tier einquartieren.
 
Die Kosten dafür erscheinen in erster Sicht extrem aber, wenn man mal die ganzen Fördergelder nimmt, die für sogenannte Sozialkaufhäuser, teilweise schlechte und sanierungsbedürftige Unterkunftsheime und und und entstehen, ist diese Idee auf lange Sicht, ein Tropfen auf dem heißen Stein, dafür.
 
Wenn das Frauenhaus, dann mal wieder voll ist oder geschlossen hat, in einen separaten Trakt, dort Frauen oder Mütter einquartieren, die sonst auf der Straße leben würden.
Ältere Menschen, die nichts mehr haben, alleine sind, mit in dieses Projekt einbringen, um sich gesehen und gebraucht zu fühlen.
 
Menschen anbieten können, sich einfach mal an einem Ort fallen lassen zu können, anderen ihre Geschichten zu erzählen, vielleicht auch handwerklich gemeinsam etwas zu schaffen, zusammen mit anderen zu entdecken, dass sie nicht unsichtbar sind, ihnen neuen Mut zu schenken, wieder auf eigenen Beinen stehen zu wollen – ist doch eine schöne Idee oder findet ihr nicht?
 
Es gibt Ärzte, die sich sofort dazu bereit erklären würden, vielleicht ein oder zweimal die Woche dort Menschen zu untersuchen – Tierärzte die definitiv ihre Hilfe anbieten würden, sowie viele andere Menschen, die das Ganze unterstützungswürdig finden würden.
 
Auch Unternehmen könnten sich beteiligen.
 
Hey liebe Unternehmer, das ist der Ort an dem ihr gewachsen seid, ohne viele dieser Menschen, würdet ihr heute nicht dastehen, wo ihr seid, wo ihr heute steht. Menschen sind keine Maschinen, Menschen sind Lebewesen, von denen es vielen nicht gut geht, die es euch danken würden, würdet ihr Eure Hilfe anbieten.
 
Jeder Verein, der heut zu Tage etwas auf die Beine stellen will, weiß wie schwer es ist dieses zu tun.
 
Man könnte Vereinen anbieten, Büroräume in diesem Objekt zu belegen, die dann vor Ort wären, um diesen dort auf Zeit lebenden Menschen zu helfen, sei es durch Suchtberatung, Familienhilfe oder wie wir es machen, als Obdachlosenhilfe und Hilfe für sozial schwache Menschen.
 
Alles vielleicht ein riesen großes Projekt, doch wenn sich niemand dafür zuständig fühlt, dann wird auch kein Anfang gemacht aber ein Anfang muss irgendwo gemacht werden, damit etwas ins Laufen gerät, um noch aktiver zu werden.
 
Vielleicht lesen das hier die Bürgermeister der einzelnen Städte ja mal und denken mal darüber nach, dass sie sich für das Wohl ihrer Bürger haben wählen lassen, auch wenn es dann für sie bedeutet, einen Teil ihrer wertvollen Zeit abzugeben, um sich mit allen anderen an einen gemeinsamen Tisch zu setzen und einfach mal darüber nachzudenken, was man tun könnte, um einen Schritt weiterzugehen.
 
Wenn möglich und es sind noch Termine frei, bitte nicht erst in einem Jahr!
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Macht das was nicht gesehen wird – sichtbar!

Macht das was nicht gesehen wird – sichtbar!

Eine Kerze für obdachlose Menschen oder anders –
Macht das was nicht gesehen wird – sichtbar!
 
Wir sehen ein, dass dieses eine ziemlich verrückte Idee ist und ob das funktionieren wird, was wir hier auf die Beine stellen möchten, um ein Zeichen zu setzen, wissen wir heute noch nicht aber wir wagen es.
 
::: Teilt diesen Beitrag, damit er so viel Menschen, wie es eben nur geht – erreicht, damit all die, die obdachlosen Menschen helfen und sie sehen und nicht wegschauen, die Möglichkeit bekommen von dieser Idee erfahren und daran teilnehmen :::
 
Die kalten Winterabende sind bitter für Menschen auf der Straße aber auch die warmen Monate machen ihnen zu schaffen.
 
Regen, Stürme, Schnee – Wetterbedingungen denen diese Menschen schutzlos ausgesetzt sind.
 
Viele Menschen fühlen mit ihnen, sie tun ihnen leid, viele von ihnen wollen es sich vorstellen, wie es ist, so zu leben aber das schafft kaum irgendwer nur ansatzweise.
 
In ganz Deutschland kommen Jahr für Jahr immer mehr und mehr obdachlose Menschen dazu.
 
Mittlerweile leben auf unseren Straßen sogar Mütter, mit ihren Kindern und auch Menschen, die tagsüber arbeiten gehen, sitzen abends auf der Straße, weil Mietwohnungen – besonders in Großstädten, kaum noch zu bezahlen sind.
 
Wir von UNSICHTBAR e.V. möchten mit Euch allen zusammen, deutschlandweit für diese Menschen ein Zeichen setzen.
 
Ein Zeichen dafür das sie nicht alleine sind, dass viele Menschen an sie denken, ihnen versuchen zu helfen, für sie da sind, ihnen zeigen, dass sie nicht unsichtbar sind.
 
Wir wollen ganz Deutschland dazu bewegen, mit uns zusammen am 04.05.2018 eine Kerze in ihr Fenster zu stellen, die ihre Solidarität für diese Menschen unter Beweis stellen soll.
 
Um 22:00 Uhr an diesem Tag würden wir uns darüber sehr freuen, wenn bis dahin, dieser Aufruf bundesweit so viele Menschen erreicht hat, so viele Herzen erreicht hat, die alle dafür einstehen, dass diesen Menschen noch mehr geholfen werden muss.
 
Schickt uns an diesem Tag Eure Bilder, die Eure Kerzen zeigen und solltet ihr nicht zu Hause sein, dann zündet für einen Augenblick, ein Feuerzeug an und zeigt das ihr an diesem Tag, in diesem Moment, an diese Menschen denkt, die auf den Straßen leben.
 
Wir würden uns riesig freuen, wenn ihr das hier teilen würdet, so oft wie es nur eben geht – Vereine aus ganz Deutschland, die diesen Menschen auch helfen, beteiligt Euch an unserer Aktion, sprecht Eure Mitglieder darauf an.
 
Setzt mit uns zusammen dieses Zeichen, ein Zeichen, sowie es noch niemand gesehen hat – lasst uns an diesem Tag, die Nacht zum Tage machen.
 
Wir sind dabei – und du?
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Bevor du über einen anderen urteilst stehe da wo er steht…

Bevor du über einen anderen urteilst stehe da wo er steht…

„Der Ironiker ist ein Mensch, der die Dummheit der Welt mit Lieblichkeit zu bekämpfen sucht.“ (Victor Auburtin)

 
Wenn man in der Gesellschaft über obdachlose Menschen, arme Menschen, Erwerbsarme, Hartz4 Empfänger oder in Not geratene Menschen spricht, dann hört man sehr oft….
 
• Sie könnten es auch anders haben
• Niemand muss auf der Strasse leben
• Hätten sie was gelernt…
 
Ja genau so ist das, diese Menschen sind in keinster Weise etwas wert, sie sind nämlich komplett selber schuld an ihrem Leben.
 
Sie haben sich ihr Elternhaus ausgesucht, sind absichtlich dort geblieben, wo der Vater, die Mutter schlägt, sie hatten vollstes Verständnis dafür, dass der Vater oder der Vater und die Mutter Alkoholiker waren, Drogen nahmen und nahmen es mit Freude in Kauf, dass dadurch an ihrer Psyche genagt wurde.
 
Niemand von ihnen und ja das ist total verwerflich für diese Menschen, wollte eigentlich ein normales Leben führen.
Frauen die vergewaltigt wurden, sind auf die Männer zugegangen und haben sich freiwillig hingegeben, mit dem Hintergedanken, dann psychisch kaputt zu sein und somit dann aus ihrem sozialen Umfeld rauszufallen, warum auch Freunde und Bekannte haben, wenn das Leben in Einsamkeit so schön ruhig sein kann.
 
Familien wurden geplant auseinandergerissen, weil der Vater oder die Mutter nicht eingesehen hat, dass es Straßenverkehrsregeln gibt und haben deshalb einfach mal fünfe gerade sein lassen und haben drauf gehalten, damit das im Auto sitzende Kind, bei einem dadurch eventuellen entstehenden Unfall, einfach mal so ums Leben kommt, die Frau vielleicht auch noch verstirbt oder beide Elternteile ums Leben kommt und das oder die Kinder zusehen müssen, wie die Eltern verbluten und genau deshalb haben diese Menschen das gemacht, damit die Personen die zurück bleiben, für ihr zukünftiges Leben, was zum Nachdenken haben.
 
Es gibt auch die schlimmen Menschen, die nach Jahren ihren Beruf verloren haben oder in diesem etwas erlebt haben, was sie einfach nicht verkraftet haben und sind dadurch so labil geworden, dass sie alles verloren hatten und auf der Straße gelandet sind.
 
Und das machen die wirklich aus lauter Freude heraus, weil sie ja sonst nichts zu tun haben.
 
Da nimmt man einfach mal in Kauf, dass der kalte Betonboden, ein warmes Bett ersetzt und man im Park oder irgendwo im Müll schlafen muss – weil es ja so schön kuschelig ist. Haustiere können sie sich auch sparen, die Ratten die ihnen teilweise nachts in den Schlafsack kriechen, suchen auch nur etwas Liebe.
 
Warum auch ein gesundes und stabiles Leben, leben, wenn es doch auch anders geht.
 
Es stimmt niemand muss auf der Straße leben, weil es ja für diese Menschen so sagenhaft viele Wohnungen gibt und für jeden von ihnen auch eine Unterkunft bereitsteht.

Natürlich könnten sie mit den Fingern schnipsen und wie im Märchen würden sämtliche Vermieter auf Knien daher gerutscht kommen und diesen Menschen eine Wohnung zur Verfügung stellen, sie müssten halt einfach nur was sagen.

 

Und wenn kein Vermieter in der Nähe ist, dann ab in die nächste Unterkunft.
 
Unverständlich warum sie nicht einfach dahingehen. Andere Menschen fahren doch auch in Freizeitparks, ihren Spaß zu haben, warum gehen die obdachlosen dann nicht einfach in eine Unterkunft, in der sie zwar keine Achterbahn fahren können oder nicht in die Geisterbahn gehen können, dafür aber auch daran Spaß hätten, in dem ihnen ihr letztes Hab und Gut geklaut würde, sie geschlagen und verprügelt werden oder am nächsten Tag noch den Luxus genießen könnten, in einer schwarzen Limousine – ihre letzte Fahrt anzutreten!?
Und das dann auch noch auf Staatskosten – gar nicht vorstellbar.
 
Auch ganz schlimm sind die Mütter oder auch alleinstehenden Frauen, die den Weg aus dem Umfeld herausgefunden haben, der ihnen eigentlich ihr Leben zu Hölle gemacht hat. Prügel, Schläge, sexuelle Übergriffe, na ja und – sollen sich alle mal nicht so anstellen, wären sie dageblieben, müssten sie heute nicht auf der Straße stehen und das teilweise auch mit ihren Kindern.
 
Unglaublich sowas, sich einfach so zu benehmen.
 
Und ganz schlimm sind dann auch noch die, die vieles erlebt haben und sich zu viel Alkohol getrunken haben, die Drogen nehmen, um zu vergessen. Das zu vergessen, was sie erlebt haben, schon von Kindheitstagen auf und die dann einfach so blöd auf der Straße sitzen und rumbetteln, um die daraus entstandene Sucht stillen zu können.
 
Ziemlich krass sind auch die, die gar nicht mal ein schlechtes Umfeld hatten, man kann es sich gar nicht vorstellen, dass auf der Straße – Menschen leben, die mal reich waren, dass dort ehemalige Manager, Anwälte, Professoren sitzen, die mal Haus und Garten hatten.
 
Ja warum sind sie denn nicht einfach in ihrem schönen Leben geblieben und haben es sich einfach erlaubt, durch Schicksalsschläge so extrem schlechte Erfahrungen zu machen, dass sie einfach so tief gefallen sind!?
 
Es muss niemand Hunger leiden, niemand muss im Elend leben.
 
Da ist so viel Wahres dran, diese Menschen machen das einfach mit purer Absicht, weil es so ein extrem schönes Gefühl ist, Hunger haben zu müssen, nicht zu wissen wie man den nächsten Tag überleben kann. Alleine das ist schon ganz schön dreist, sich einfach so ein Leben auszusuchen.
 
Ja und dann sind ja auch nicht die da, die nicht auf Ämter gehen, um sich das zu holen, was ihnen zusteht. Wirklich nicht zu glauben, dass Menschen die ihr Leben gelebt haben, sich von anderen Menschen distanzieren, weil sie nicht mehr der Gesellschaft klar kommen, sich nicht vorschreiben lassen wollen, was sie zu tun haben.
 
Oder nehmen wir mal die weiblichen Obdachlosen, die bevor sie obdachlos wurden, einfach so ohne jegliche Gründe ihre Wohnung mit der Straße getauscht haben, um dort irgendwelchen kranken Menschen zu begegnen, die sie schlagen, vergewaltigen oder sogar töten, einfach nur so, weil sich eh niemand um sie kümmert. Wer träumt da nicht von seinem alten Leben, die haben das nämlich gewollt, weil es so unglaublich toll ist, sich ausnutzen zu lassen, Übergriffe nicht zu melden, aus purer Lustlosigkeit, weil sich eh niemand drum schert.
 
Alle anderen, die nicht obdachlos sind und von Ämtern leben, alles Schmarotzer, die dem Staat auf der Tasche leben, ein ganz schlimmes Gesindel ist das. Jeder von ihnen hat sich im Laufe des Lebens, so sehr darauf gefreut in diese Situation geraten. Andere träumen von einem Häuschen am Stadtrand, ein schönes Auto und ein gesegnetes Familienleben aber diese komischen Menschen wollen das gar nicht, die stehen voll auf Armut, auf ein Leben ohne alles, gar nichts zu besitzen ist die neue Art, seine Ziele zu erreichen.
 
Leute kommt mal klar, mit solchen Gedanken, die ihr da habt.
 
Menschen die so denken, die immer und immer wieder nur sagen, dass niemand so leben muss, ihr habt in keinster Weise, nur im geringsten Ansatz einen Hauch Ahnung davon, wie das Leben sein kann.
 
Es ist nicht immer fair zu jedem, es kann auch komplett schief und falsch laufen.
 
Macht Euch nichts vor, so schön wie Euer Leben auch sein mag, es kann schneller vorbei sein, als ihr denkt, ihr könnt schneller Menschen verlieren, die Euch wertvoll sind.
 
Ach nein, wir haben glatt vergessen, dass Euch das nicht passieren kann. Ihr führt alle ein glorreiches Leben, bis ans Ende eurer Tage – Traurigkeit mit der ihr nicht klarkommt, kommt in eurem Leben nicht vor und wird es nie geben. Ein plötzlicher Anruf, dass ein wertvoller Mensch ums Leben gekommen ist, wird es (hoffentlich) in eurem Leben nicht geben und das Eure Psyche mit Euch irgendwann mal Schach spielen wird, dass wird auch nicht passieren, weil alle die – die behaupten zu wissen, was diesen Menschen wiederfahren ist, wieso sie so leben – haben entweder in keinster Weise nur einen Funken Lebenserfahrung oder haben einfach nur Angst davor, zu zugeben, dass sie gar keine Ahnung haben.
 
Für alle die, die diesen Text gelesen haben aber die Ironie nicht verstanden haben.
 
UNSICHTBAR e.V. will Themen wie Obdachlosigkeit und Armut natürlich nicht verurteilen, wir wollen das Thema sensibilisieren und auch den Menschen ans Herz legen, die diese Themen verurteilen.
 

Auf welche Art und Weise auch immer!

 

Hier noch etwas zum Nachdenken:
 
Bevor du über einen anderen urteilst stehe da wo er steht, fühle das was er fühlt, erleide seinen Schmerz, schau durch seine Augen und erlebe einmal seine Welt. Dann wenn du kannst und willst wirst du möglicherweise verstehen, warum er so ist wie er ist und feststellen, dass es dir nicht zusteht über sein Leben zu urteilen!
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Einsamkeit im Alter

Einsamkeit im Alter

Wir möchten uns mal mit Euch zusammen über das Thema „Einsamkeit im Alter“ unterhalten.

Bei mehreren tausend Besuchern im Monat, die unsere Seite besuchen, dürfte eigentlich eine schöne Gesprächsrunde entstehen.

Schreibt uns wie ihr das seht, kennt ihr Menschen, die davon betroffen sind oder tut es euch vielleicht selber leid, dass ihr eure Oma oder euren Opa nicht des öfteren besucht habt und es jetzt dafür aber zu spät ist oder was würdet ihr anders machen – vielleicht würdet ihr ja auch eine Oma oder einen Opa adoptieren.

Schreibt uns eure Gedanken zu diesem Thema – wir freuen uns darauf, uns mit Euch darüber zu unterhalten.

Posted by Holger Brandenburg in Allgemein, 1 comment
Kein Mensch wird als obdachloser Mensch geboren

Kein Mensch wird als obdachloser Mensch geboren

UNSICHTBAR e.V. hilft obdachlosen Menschen……

So hat es vor etwas mehr, als vor drei Jahren angefangen und noch heute sind wir dafür bekannt.

Doch was nur wenige Menschen wissen, wenn sie den Namen UNSICHTBAR e.V. lesen oder hören ist das wir nicht nur im Bereich der Obdachlosigkeit helfen und unterstützen, sondern da anfangen zu helfen, wo eigentlich alles anfängt, um letztendlich dort zu landen, wo es scheinbar oder nur schwer einen Weg heraus oder zurückgibt – die Obdachlosigkeit.

Wie sieht das aus was wir machen und was versuchen wir zu vermitteln?

Manchmal, so habe ich das Gefühl, scheinen die Menschen um uns herum zu denken, die fahren raus schenken einem Menschen eine Decke, trinken mit ihnen einen Kaffee und hören sich ihre Geschichten an.

Was daran ist so sehr viel, was sie immer schreiben, dass sie tun?

Zum einen – ja der Gedanke, dieser Menschen geht schon etwas in die richtige Richtung.

Genau das machen wir – wir fahren raus und wir helfen aber wir machen noch einiges mehr, eigentlich viel mehr, sogar sehr viel mehr.

In erster Linie machen wir uns Gedanken, wie es dazu kommt, was passieren muss, um dort zu landen, wo diese Menschen leben, menschenunwürdig ihren Alltag verbringen.

Gedanken machen wirkt jetzt nicht so anstrengend, eher entspannend, könnte man denken. Ja könnte man, wenn man sich einen Urlaub am Meer vorstellt, die Sonne auf einen strahlt und man auf den Horizont blickt.

Aber es gibt auch andere Gedanken, die die sich aus vielen Geschichten zusammensetzen, schlimmen, traurigen und teilweise wirklich entsetzlichen Geschichten, die wir erfahren – aus denen wir lernen und die wir dafür nehmen um uns Gedanken darüber zu machen, was man besser machen könnte.

Und unsere Gedanken die wir uns machen, fangen nicht an dem Punkt an, bei dem diese Menschen auf der Straße gelandet sind, sondern dort, wo es angefangen hat, an dem Punkt – der sie dort hingebracht hat und wir helfen nicht nur, wie immer gedacht wird, nur auf der Straße, sondern dort an den Punkten, die viele Menschen gar nicht sehen, wenn sie den Begriff „Obdachlosigkeit“ hören oder lesen.

Wir möchten Euch an dieser Stelle in ein paar kurzen Sätzen (Was eh nicht funktionieren wird, weil wenn ein Holger Brandenburg anfängt zu schreiben, lange kein Ende in Sicht sein wird) aufschreiben, was denn alles mit dem Begriff Obdachlosigkeit zusammenhängt, welch ein Rattenschwanz nötig ist, um überhaupt so tief zu fallen.

Erst einmal und das ist ganz wichtig zu wissen: „Kein Mensch wird als obdachloser Mensch geboren“, niemand kommt zur Welt und der Arzt entscheidet vor Ort bei der Geburt, was dieses Baby später einmal machen wird – dass alleine entscheidet das Schicksal eines Jeden, welches sein Urteil darüber fällt, wie es allen Menschen irgendwann geht, was sie erleben und wie sie ihr Leben leben.

Wusstet ihr alle eigentlich, dass auf den Straßen in Deutschland oder wenn man es mal genauer nimmt, weltweit – Menschen leben, die nicht nur ein schwaches soziales Umfeld hatten?

Wusstet ihr das dort auch ehemalige Manager leben, Professoren, Doktoren, Anwälte und Ingenieure?

Dort leben aber auch Menschen, die einen Beruf haben, sich aber trotzdem keine Wohnung leisten können und dort leben Mütter, mit ihren Kindern – oftmals versteckt, weil sie noch bei Freunden oder Bekannten unterkommen konnten – würden sie diesen letzten Halt verlieren, würden sie auch noch das verlieren, was ihnen an Reichtum geblieben ist, ihre Kinder.

Dort leben junge Menschen, die mit ihren Eltern nicht mehr klarkamen, wo Gespräche ins Leere liefen, jungen Menschen denen von „sogenannten“ guten Freunden ein freies Leben versprochen wurde, ein viel Besseres – ohne Vorschriften und Gesetzen, denen sie geglaubt hatten und die heute auf der Straße leben und sich prostituieren, Verbrechen begehen oder einfach alles tun würden, um diesem Leben ein Ende zu setzen. Viele von ihnen setzen den letzten Teil des Satzes leider auch um, weil sie keinen Ausweg mehr sehen.

Oder wusstet ihr das Sozialhilfeempfänger gar nicht alle was für ihre Situation können, oftmals und das heut zu Tage immer mehr, werden Menschen einfach auf ihrem Beruf gerissen und können die Art und Weise zu leben nicht mehr halten, die sie sich zuvor noch hart erkämpft haben. Oftmals scheitern durch solche Schicksalsschläge Existenten – Familien zerbrechen, ganze Träume gehen in Luft auf, bis zu dem Punkt, in dem viele Menschen leider in Suchkrankheiten verfallen, weil dieses für sie wie ein Ausweg aussieht, ihnen aber letztendlich auch noch das nimmt, was ihnen geblieben ist, ihren Stolz und den letzten Funken am Leben.

Und wusstet ihr auch, dass es so sehr viel Frauen gibt, die von ihren Männer tyrannisiert werden, oftmals bis ans Ende ihr psychischen Kräfte gebracht werden, geschlagen und misshandelt werden und sie diese Situationen oftmals, alleine schon wegen ihren Kindern durchstehen, um nicht in ein tiefes Loch zu fallen, irgendwann dann aber doch von ihren Partnern verlassen werden, weil kein Zusammenleben mehr möglich ist und sie dann mit ihren Kindern vor einem Berg bestehend aus einem Nichts stehen und auch zu den Menschen gehören, die stark gefährdet sind, obdachlos zu werden.

Wusstest ihr auch, dass es Menschen unter uns gibt, die jeden Tag arbeiten gehen, denen aber am Ende des Monats, teilweise weniger bleibt, als einen Hartz4 Empfänger, weil sie kurz über dem Satz liegen, der sie berechtigen würden, Zuschüsse zu bekommen, um alle Kosten wie Miete, Ernährung etc. zu stemmen.

Und wusstet ihr das all diese Beispiele damit verbunden sind, dass diese Situation ein normales Hirn irgendwann nicht mehr verarbeiten kann, dass viele dieser Menschen irgendwann hinter sich die Tür abschließen und keine Post mehr öffnen, sich niemanden mehr anvertrauen und ihrem Schicksal, welches es nicht gut mit ihnen meint, einen Weg ebnet, dass sie dorthin führt, wo man dann sagt:

UNSICHTBAR e.V. hilft obdachlosen Menschen.

Ja das tun wir und das tun wir gerne aber das ist nicht alles was wir machen.

Wir fangen bei A, wie Anfang an, denn ein Anfang wird überall gemacht und wenn man an diesem Punkt keine Freunde hat oder nur auf Vorwürfe oder Unterstellungen trifft, dann ist man ganz schnell bei F, wie Fertig und genau das dazwischen bieten wir jedem Menschen, der sich mit uns in Verbindung setzt an.

Wir wollen Freunde ersetzen, die sich von Euch distanzieren, die es nicht verstehen, warum ihr plötzlich nicht mehr das seid, was ihr einmal wart, die Eure Lebenssituation, die sich verschlechtert hat, nicht verstehen wollen oder können und wir sind die, die diese Menschen nicht auf O, wie Obdachlosigkeit setzen, sondern mit ihnen zusammen den Weg bis Z, wie Zusammenhalt und Zusammenarbeit gehen wollen, um ihnen Mut zu geben, sie aus ihrer immer kleineren Welt holen wollen, um ihnen einen Weg nach vorne zu zeigen und sie vor dem bewahren, was vielen Menschen wiederfahren ist – auf der Straße zu landen.

Wir sind vielleicht ein recht kleiner Verein aber die Menschen, die uns ehrenamtlich zur Seite stehen, stecken ihre Gedanken und ihre Herzen in das hinein, was sie tun, um anderen Menschen ein Lächeln zu zaubern – jede/r von ihnen gibt viel Zeit aber auch viel Herzblut, um nicht nur die Geschichten der Menschen zu erfahren, sondern in sie hinein zu wachsen und mit ihnen zusammen einen Weg in Richtung Hoffnung zu finden, einen Weg zu finden, der mit Worten verbunden ist, die leider an Bedeutung ihres wahren Wertes vergessen werden. Worte wie Nächstenliebe, Vertrauen, Freundschaft und Empfinden für soziale Standpunkte, die jedem von uns passieren können, die sich niemand erträumt oder erhofft und die sich kein Mensch auf dieser Erde gewünscht hat, erfahren zu müssen.

Wusstet ihr schon, dass es eine Erfüllung sein kann, zu helfen, dass es nicht mit Gold aufzuwiegen ist, Kinderaugen Lachen zu sehen, gestandene Menschen – wortlos vor einem stehen zu sehen, weil niemand von ihnen mehr daran geglaubt hätte, dass man ihnen ohne Vorurteile zuhören würde und Versprechen helfen zu wollen, umsetzt?

Wusstet ihr schon, dass wir nicht nur obdachlosen Menschen helfen, sondern dort ansetzen, wo alles irgendwann einmal beginnt?

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