DIE 1. UNSICHTBARE BUCKET CHALLENGE

DIE 1. UNSICHTBARE BUCKET CHALLENGE

So. Zwei Tage haben wir euch jetzt erzählt, dass wir eine Bucket Challenge starten.

Und vermutlich hat der eine oder andere schon überlegt:

„Oh Gott. Wen wollen die jetzt nominieren?“

Entwarnung.

Niemanden.

Wir haben nämlich eine kleine Schwierigkeit:

Wir haben gar keinen Eimer.

Wasser gibt’s auch nicht.

Und Videos wollen wir erst recht keine sehen.

Unsere Bucket Challenge funktioniert ein bisschen anders.

Vielleicht lässt dich heute jemand im Straßenverkehr raus, obwohl er nicht müsste.

Vielleicht hält dir jemand die Tür auf.

Vielleicht trägt dir jemand etwas Schweres.

Vielleicht hört dir jemand fünf Minuten zu, obwohl er selbst genug um die Ohren hat.

Vielleicht sagt dir einfach jemand etwas Nettes an einem Tag, an dem du es gerade verdammt gut gebrauchen kannst.

Und dann?

Dann passiert erst mal gar nichts.

Du musst kein Handy zücken.
Du musst keinen Beitrag schreiben.
Du musst UNSICHTBAR nicht markieren.
Du musst niemanden nominieren.

Geradezu revolutionär, wir wissen.

Du merkst dir einfach, wie sich dieser kleine Moment angefühlt hat.

Und irgendwann – heute, morgen oder nächste Woche – ergibt sich vielleicht eine Gelegenheit.

Dann lässt du jemanden raus.
Dann hältst du die Tür auf.
Dann hörst du fünf Minuten zu.
Dann hilfst du.

Oder du machst irgendeine andere Kleinigkeit, über die normalerweise kein Mensch einen Beitrag schreiben würde.

Und damit hast du unsere Bucket Challenge bestanden.

Herzlichen Glückwunsch.

Eine Urkunde gibt’s nicht.

Wir erfahren auch nichts davon.

Und genau das ist der Sinn.

Denn der Mensch, dem du etwas Gutes tust, wurde von niemandem nominiert. Vielleicht gibt er dieses Gefühl trotzdem irgendwann an den nächsten Menschen weiter.

Und der wieder an den nächsten.

Vielleicht machen am Ende 50 Menschen mit.

Vielleicht 50.000.

Wir werden es nie erfahren.

Eine Social-Media-Challenge ohne Videos, ohne Selbstdarstellung, ohne Teilnehmerzahlen und ohne Reichweitenmessung.

Marketingtechnisch vermutlich eine Vollkatastrophe.

Menschlich finden wir sie ziemlich großartig.

„Die schönste Kette der Welt wäre vielleicht eine, bei der niemand weiß, dass er Teil davon ist.“

Also:

Nicht posten.
Nicht erzählen.
Nicht beweisen.

Einfach machen.

Und falls dich dabei keiner sieht:

Perfekt.