Wir nannten es: EINEN PLAN HABEN.

„VÖLLIG ÜBERZOGEN.“ WIR NANNTEN ES: EINEN PLAN HABEN.

Ganz am Anfang unserer Vereinsgeschichte waren wir auf der Suche nach einem Fahrzeug. Dafür wandten wir uns an ein Unternehmen, zu dem bereits Kontakt bestand. Nicht mit: „Schenkt uns ein Auto.“ Wir fragten nach Kontakten. Vielleicht kennt jemand jemanden, der uns weiterhelfen kann. Netzwerken eben.

Unsere Anfrage wurde tatsächlich an einen anderen Unternehmer weitergeleitet. Allerdings sinngemäß ungefähr so:

„Schau mal, was UNSICHTBAR e.V. jetzt schon wieder will. Die suchen ein Fahrzeug. Ich finde deren Vorstellungen mittlerweile ziemlich überzogen. Ich hatte versprochen, mich zu kümmern – habe ich hiermit getan. Du brauchst aber nicht zu antworten, ich habe denen schon gesagt, dass daraus nichts wird.“

Blöd nur:

Wir standen ebenfalls im E-Mail-Verteiler.

George Bernard Shaw schrieb einmal:

„Deshalb hängt aller Fortschritt vom unvernünftigen Menschen ab.“

Vielleicht lassen wir das einfach mal so stehen.

Unsere Ideen sind seitdem jedenfalls nicht kleiner geworden. Der Unterschied ist: Heute wissen Unternehmen, dass wir wissen, warum wir etwas wollen. Wenn wir mit einer ungewöhnlichen Idee um die Ecke kommen, steckt ein Plan dahinter. Vielleicht erkennt man dessen Sinn nicht immer innerhalb der ersten drei Minuten. Aber wir planen, hinterfragen, organisieren – und setzen um.

Und ganz so viel können wir dabei offenbar nicht falsch gemacht haben: Die Arbeit hinter UNSICHTBAR e.V. wurde inzwischen mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

Heute – 11 Jahre später – stehen wir mit REACH:AID tatsächlich wieder ziemlich genau an derselben Stelle.

Wir fragen wieder nach Kontakten.

Nur stehen dort heute nicht mehr Menschen, die gerade einen Verein gegründet haben und ausprobieren, wohin die Reise geht.

Da stehen elf Jahre Erfahrung.

Elf Jahre, in denen wir gelernt haben, unsere eigenen Ideen zu hinterfragen, Ziele klarer zu definieren und nicht nur zu fragen, ob wir helfen können, sondern vor allem: Wie muss Hilfe aussehen, damit sie tatsächlich etwas bewirkt?

Wir wissen heute sehr viel genauer, warum wir etwas wollen. Eine gute Idee allein macht noch keine gute Hilfe. Sie muss sinnvoll, verantwortungsvoll und effektiv sein.

Genau deshalb gibt es REACH:AID.

Und genau deshalb fragen wir heute wieder nach Kontakten – diesmal zu Unternehmen und Menschen, die bereit sind, dieses Projekt auch finanziell zu unterstützen. Über REACH:AID werden wir demnächst ausführlich auf unserer Webseite berichten.

Ja, das ist ein Spendenaufruf.

Aber einer mit einer ausdrücklichen Einladung:

Verlassen Sie sich nicht einfach auf das, was wir über uns selbst erzählen.

Informieren Sie sich. Stellen Sie Fragen. Kommen Sie zu uns oder laden Sie uns in Ihr Unternehmen ein. Schauen Sie hinter die Kulissen und bilden Sie sich selbst ein Urteil.

Und machen Sie das ruhig bei jedem Verein, jeder Einrichtung und jeder Organisation, die Sie unterstützen möchten.

Kommt die versprochene Hilfe sinnvoll und wirkungsvoll dort an, wo sie gebraucht wird?

Wenn Ihre Entscheidung danach auf UNSICHTBAR e.V. und REACH:AID fällt: wunderbar.

Wenn Sie sich für einen anderen guten Verein entscheiden: ebenfalls wunderbar.

Wir kennen Vereine, Einrichtungen und Organisationen deutschlandweit, deren Arbeit wir schätzen und gerne weiterempfehlen. Wenn Sie helfen möchten, aber noch nicht genau wissen, wo oder wie, dürfen Sie deshalb auch uns ansprechen.

Vielleicht passen wir zusammen.

Vielleicht sagen wir aber auch:

„Für das, was Sie vorhaben, kennen wir jemanden, der besser zu Ihnen passt.“

Denn wir müssen andere nicht kleiner machen, damit UNSICHTBAR e.V. größer aussieht.

Uns interessiert etwas anderes:

Dass Unterstützung dort landet, wo Menschen mit Herz UND Verstand dafür sorgen, dass daraus wirkungsvolle Hilfe wird.

Und wenn Sie selbst gerade nicht unterstützen können oder möchten, dann erzählen Sie vielleicht einem anderen Unternehmen von uns. Geben Sie unseren Kontakt weiter.

Vielleicht entsteht daraus ein Gespräch.

Genau darum hatten wir damals schon gebeten.

Elf Jahre später versuchen wir es einfach noch einmal.

UNSICHTBAR e.V.
HINSEHEN – HINGEHEN – HELFEN