Ein Straßenbericht von Miriam Laake und Andreas Steinhof

An diesem bitterkalten Februar Abend trafen Andreas und ich uns erst um 22 Uhr. Zuerst einmal fuhren wir ins Lager, um das Auto zu beladen. Nicht das wir Obdachlose oder Bedürftige Menschen treffen und hätten nichts dabei.
Wir fuhren nach Hagen, um einer Meldung nach zu gehen, trafen diesen Herrn aber leider dort nicht an. Danach fuhren wir durch Hagen und schauten uns um. An einer uns bekannten Stelle trafen wir einen Obdachlosen, der tief und fest schlief.
Weiter ging es nach Bochum, wo wir auch heute eine Meldung bekommen hatten. Den Herrn trafen wir an gut beschriebener Stelle an, er versicherte uns, aber es ginge ihm gut und er benötigte nichts.
Dann fuhren wir weiter zu einer uns bekannten Stelle, wo wir auf 6 Obdachlose Personen trafen. Einer benötigte dringend einen warmen Schlafsack und im Gespräch mit ihm stellte sich raus, dass er keine Handschuhe hatte und er nicht schlafen könnte bei der Kälte.
Er ging mit uns bis zum Auto und wir boten ihm auch heiße Getränke und eine Suppe an. Beides nahm er freudig entgegen. Nach dem wir ihn mit Handschuhen, Winterschlafsack und Schal ausgestattet hatten, gaben wir ihm noch einen Rucksack.
Die anderen waren hier soweit versorgt. Wir verteilten noch Händewärmer und zogen uns bei -6 Grad dann wieder in unser warmes Auto zurück. Wir kurvten noch eine paar Runden durch Bochum aber trafen keine Obdachlosen die Hilfe benötigten an. Dann fuhren wir weiter nach Wuppertal, hier vermissten wir einen uns bekannten obdachlosen jungen Mann, seine Sachen lagen weiterhin an Ort und Stelle.
Während wir durch Elberfeld stiefelten, bei mittlerweile -9 Grad. Hier trafen wir so gegen 2:30 Uhr die Sissi an. Sie freute sich riesig über ein paar warme Handschuhe und eine warme Suppe und einen heißen Bratapfeltee. Sie bedankte sich. Dann liefen wir noch ein Stückchen und fuhren dann mit dem Auto weiter durch Wuppertal. Auf dem Nachhauseweg trafen wir noch eine nette Flaschensammlerin, der wir unsere Pfanddosen schenkten.
Und dann ab nach Hause gegen 3:30 Uhr ins warme Bett, voller Dankbarkeit was man alles so hat und wie glückliche Wärme machen kann.
In dieser Nacht waren nicht nur alle Katzen grau. Wir begegnen auch Hasen, sahen ein Reh und einen Fuchs.