Hitze und so

Es soll heiß werden.

Wir könnten jetzt einen ellenlangen Beitrag schreiben. Mit Temperaturkurven, Verhaltenstipps, Warnungen und allem, was dazugehört. Das Problem ist nur: Die meisten lesen bis hierhin schon nicht mehr.

Deshalb machen wir es kurz.

Wir versuchen zu unterstützen. Wir verteilen Wasser, halten die Augen offen und fahren los, wenn Hilfe gebraucht wird.

Deine Aufgabe?

Wenn du einen Menschen siehst, der leblos wirkt, nicht ansprechbar ist oder völlig verwirrt durch die Gegend läuft, dann werde aktiv. Ansprechen. Reagiert die Person nicht oder macht einen schwer verwirrten Eindruck: 112 anrufen. Nicht morgen. Nicht später. Nicht erst nach dem dritten Vorbeigehen.

Und noch etwas:

Das betrifft nicht nur obdachlose Menschen. Das kann die ältere Dame auf der Parkbank sein. Der Rentner auf dem Heimweg. Der Nachbar. Der Spaziergänger. Der Hund, der hechelnd in der Sonne liegt. Oder die Katze, die keinen Schatten mehr findet.

Nur weil jemand ungepflegt aussieht, wirre Dinge erzählt oder seltsam wirkt, bedeutet das nicht, dass kein Notfall vorliegt. Ein Hitzeschlag sieht oft genau so aus.

Es wäre eine verdammt schlechte Erklärung, später sagen zu müssen:

„Ich dachte, der wäre einfach nur betrunken.“

Manchmal rettet kein großer Held ein Leben. Manchmal reicht ein Mensch, der nicht einfach weiterläuft.