Peter
Vor ein paar Tagen klingelte bei uns das Telefon.
Ein älterer Herr im Pflegeheim. Viel war ihm nicht geblieben. Dann ging auch noch sein Fernseher kaputt.
„Ist doch nur ein Fernseher“, werden manche sagen.
Vielleicht.
Aber manchmal ist ein Fernseher eben Gesellschaft. Ablenkung. Ein Stück Alltag.
Ein paar Stunden später lief sein geliebtes Tennisprogramm wieder.
Am nächsten Tag klingelte das Telefon erneut.
Diesmal ging es um Peter.
Peter ist ein Dackel.
Peter wusste nichts von Tierarztrechnungen, Geldsorgen oder schlaflosen Nächten. Peter wollte einfach nur Peter sein.
Sein Frauchen dagegen wusste nicht mehr, wie sie Tierarzt und Einkauf gleichzeitig bezahlen sollte.
Wir konnten helfen.
Mit Futter.
Mit einem Zuschuss.
Vor allem aber mit etwas, das immer seltener wird:
Zeit.
Denn das Wichtigste war weder der Fernseher noch das Hundefutter.
Das Wichtigste war der Kaffee danach.
Das Gespräch.
Das Zuhören.
Das gemeinsame Lachen.
Und manchmal auch die Tränen.
Viele sehen später nur das Ergebnis.
Was sie nicht sehen, sind die Menschen dahinter.
Die Mitglieder, die Spenden sortieren.
Das Lager aufräumen.
Ans Telefon gehen.
Oder losfahren, wenn andere längst schlafen.
Vielleicht ist genau das Ehrenamt.
Nicht große Worte.
Nicht große Gesten.
Sondern einfach da zu sein, wenn jemand gerade niemanden mehr hat.
Und manchmal reicht genau das, um aus einem schlechten Tag einen besseren zu machen.