Hat hervorragend funktioniert.
Eigentlich wollte ich langsam wieder anfangen …
Vielleicht ist dem einen oder anderen aufgefallen, dass ich in den vergangenen Tagen hier kaum geschrieben habe. Bea hat viele der Texte übernommen – und ich finde, sie hat das wirklich richtig gut gemacht. Danke dafür, Bea.
Und bevor sich jemand Gedanken macht: Ich war nicht krank. Ich habe mir einfach eine Auszeit genommen. Ganz bewusst.
Ich glaube, gerade bei dem, was wir machen, ist das unglaublich wichtig. Wir reden viel darüber, für andere da zu sein, hinzusehen, hinzugehen und zu helfen. Dabei dürfen wir aber nicht vergessen, auch auf uns selbst aufzupassen. Denn am Ende können wir noch so viele Ideen haben, noch so viel bewegen wollen und noch so oft für andere losfahren – unsere Gesundheit können wir nicht einfach irgendwo nachbestellen. Und wir alle haben nur dieses eine Leben.
Also war ein bisschen Ruhe angesagt. Kopf freibekommen, Kraft sammeln und auch einfach mal Dinge machen, die nichts mit UNSICHTBAR zu tun haben.
Und dann kam gestern.
Wobei mein gestriger Tag eigentlich schon in der Nacht davor angefangen hatte. Ich wollte nur mal gucken, wie fit ich eigentlich noch darin bin, eine Webseite zu basteln. Daraus ist dann die Entscheidung geworden, dass es demnächst tatsächlich eine private Seite von mir geben wird. Gehört eigentlich gar nicht hierher, wollte ich euch aber trotzdem erzählen.
Die Nacht wurde dann allerdings länger als gedacht. Eine Meldung führte mich noch bis an die Grenze zu Bochum und irgendwann war ich dann auch wieder zu Hause.
Also gestern erst einmal: ausschlafen.
Danach musste das Auto zum Scheibendoktor – oder Glasdoktor, Autoglasdoktor, wie auch immer die Menschen heißen, die verhindern, dass mir irgendwann die Windschutzscheibe um die Ohren fliegt.
Und weil man ja schlecht einfach nur von A nach B fahren kann, habe ich auf dem Weg natürlich gleich noch einen Zwischenstopp bei Fressnapf eingelegt und dort Spenden für UNSICHTBAR abgeholt. Auch dafür ein ganz herzliches Dankeschön. Diese Unterstützung ist alles andere als selbstverständlich und hilft uns immer wieder weiter.
Dann Auto abgegeben, Leihwagen geschnappt und weiter.
Kurz mit einem freundlichen Herrn auf einen Kaffee getroffen und natürlich über UNSICHTBAR e.V. gesprochen.
Und dann klingelte das Telefon.
Da war jemand, der Interesse daran hat, bei UNSICHTBAR e.V. mitzumachen.
Also verabredet.
Und wo trifft man sich für ein erstes Kennenlerngespräch?
Natürlich irgendwo im Wald in Ennepetal.
Andere treffen sich im Büro. Wir sitzen zwischen Wildschwein, Reh, Waschbär und wer weiß, was uns da noch alles beobachtet hat, und lernen uns kennen. Immer mal was Neues.
Aus dem eigentlich kurzen Gespräch wurde dann ein ziemlich langes. Irgendwann wurde es dunkel und, zugegeben, auch ziemlich frisch. Also haben wir beschlossen, das Ganze demnächst fortzusetzen.
Aber ich glaube, ich darf schon vorsichtig sagen: Es sieht ganz danach aus, als könnte UNSICHTBAR in Zukunft ein neues Mitglied bekommen.
Und dann war da gestern noch etwas, über das ich bisher gar nicht gesprochen habe.
Plötzlich wurden mir 150 Euro in die Hand gedrückt.
Eine Spende für UNSICHTBAR e.V.
Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Deshalb an dieser Stelle noch einmal ganz bewusst: Herzlichen Dank dafür.
150 Euro sind für uns eben nicht einfach nur 150 Euro. Daraus werden Dinge, die wir nachts mitnehmen können. Dinge, die wärmen. Dinge, die satt machen. Und manchmal einfach Dinge, die ein Mensch genau in diesem Moment dringend braucht.
Wenn ich heute Morgen auf gestern zurückblicke, war da eigentlich alles dabei: eine zu kurze Nacht, ausschlafen, wegen einer kaputten Scheibe losfahren, unterwegs Spenden bei Fressnapf einsammeln, Auto abgeben, Leihwagen übernehmen, bei einem Kaffee über UNSICHTBAR sprechen, anschließend irgendwo im Ennepetaler Wald zwischen Reh, Wildschwein und Waschbär einen Menschen kennenlernen, der vielleicht demnächst zu uns gehört, und dann auch noch völlig unerwartet 150 Euro für unsere Arbeit in die Hand gedrückt bekommen.
Und das alles, nachdem ich mir gerade vorgenommen hatte, nach meiner Auszeit erst einmal wieder ein bisschen langsamer anzufangen.
Hat hervorragend funktioniert.