In unserem Ehrenamt treffen wir auf viele Menschen

In unserem Ehrenamt treffen wir auf viele Menschen, die ihren Blick oft nach unten gerichtet haben.

Sprechen wir sie an, erheben sie meist ihre Köpfe, sodass wir ihnen in ihre Gesichter blicken können.
Wir begegnen allen Menschen freundlich & offen, ohne Vorurteile. Wenn uns jemand von sich erzählen mag, hören wir aufmerksam zu, stellen auch schon mal Verständnisfragen & wenn jemand nichts von sich preisgeben möchte, dann ist das auch ok.
Jeder wie er mag, ganz nach seinem Tempo. Vertrauen muss wachsen & das benötigt eben Zeit.
Ich mag Gesichter, weil sie so unterschiedlich sind & viel erzählen, ohne dass die Menschen ein Wort sprechen. Ihre Mimik verrät einiges.
Außerdem macht es mir immer eine große Freude, wenn sich der Gesichtsausdruck von abgewandt, traurig oder in sich gekehrt zu hingewandt, freudig & offen wandelt.
Wir schenken Zeit, offene Ohren & Herzen & das merken die Menschen, denen wir nachts begegnen.
Gestern war ich gemeinsam mit Susanne auf Tour. Wir trafen nur wenige uns bekannte an, lernten einen jungen Mann kennen, der aber nichts weiter benötigte.
Es war ein verregneter Abend & nur wenige Menschen unterwegs.
Wer jetzt schon einen warmen Schlafplatz gefunden hatte, der blieb da auch.
Oft ist die Stimmung anfangs gedrückt & wenn wir dann wieder weiterfahren, winken uns die meisten mit einem Lächeln hinterher.
Es ist ein so schönes Gefühl, jemanden ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern & der Grund, warum ich mich für dieses Ehrenamt entschieden habe.
Ich wünsche Euch einen guten Start ins Wochenende,
Tanja