Wasser bei diesen Temperaturen…
Ihr kennt Peter noch?
Das ist der kleine Dackel der älteren Dame, der wir vor ein paar Tagen im Rahmen von „Martha hilft“ ein wenig unter die Arme greifen durften.
Heute war einer dieser Tage, an denen die Hitze schon morgens in der Luft hing.
Eigentlich wollte ich nur kurz ins Lager. Blaue Tonnen rausstellen. Ein paar Dinge erledigen. Fertig.
Aber irgendwann merkte ich, dass die Temperaturen nicht nur auf dem Thermometer stehen, sondern auch anfangen, mit dem eigenen Kreislauf zu diskutieren.
Also entschied ich mich spontan, noch eine Wagenladung Wasser einzupacken und durch die Bereiche zu fahren, in denen wir sonst nachts unterwegs sind.
Dazu kamen unsere magischen Kühltücher.
Viele der Menschen waren überrascht, mich tagsüber zu sehen.
Andere sagten kaum etwas.
Sie nahmen einfach die Flasche Wasser entgegen und tranken sie fast in einem Zug leer.
Und bevor die Frage kommt:
Nein, wir verteilen bewusst kein eiskaltes Wasser.
So verlockend das bei diesen Temperaturen auch klingt.
Der Körper arbeitet bei großer Hitze ohnehin schon auf Hochtouren. Eiskalte Getränke können Kreislaufprobleme auslösen, Magenbeschwerden verursachen und den Körper zusätzlich belasten. Deshalb gibt es bei uns Wasser in einer Temperatur, die er gut verträgt.
Manchmal hilft Nachdenken eben genauso wie Helfen.
Irgendwann war die letzte Flasche verteilt.
Ich war müde.
Und mit dem Gedanken, endlich eine Pause machen zu können, fiel mir plötzlich ein:
„Verdammt. Heute ist Sonntag.“
Und Sonntag bedeutet bei mir eigentlich Wohnung putzen.
Die gute Nachricht:
Der Staub läuft nicht weg.
Der darf warten, bis es heute Abend etwas kühler wird.
Auf dem Weg nach Hause sah ich dann plötzlich Peter.
An einer Bushaltestelle.
Peter saß an seiner Leine.
Am anderen Ende der Leine saß die ältere Dame.
Also angehalten.
Fenster runter.
„Wo wollt ihr hin?“
„Nach Hause“, kam die Antwort.
Der Bus war weg.
Also Türen auf.
Beide eingeladen.
Und weil es gerade passte, gab es zu Hause auch noch einen leckeren Tee, ein wirklich schönes Gespräch und ein paar ruhige Minuten.
Peter hingegen hatte offensichtlich ganz andere Pläne.
Körbchen.
Beine hoch.
Nichts mehr tun.
Während wir Menschen manchmal versuchen, die Welt zu retten, schien Peter der festen Überzeugung zu sein, dass man einen Sonntag auch einfach verschlafen kann.
Ganz ehrlich?
Ein kleines bisschen neidisch war ich schon.
Ach Peter …
… du hast es manchmal wirklich gut.
Und wenn du auch mal etwas Gutes tun möchtest, dann schreib uns einfach an.
Manchmal beginnt Hilfe mit einer Flasche Wasser.
Und manchmal mit einer offenen Autotür.